Allmählich präparieren sich die Badelokalitäten allerorten für die Freiluftsaison. Erfrischendes Nass – und zwar natürlicher Art – in einzigartiger, idyllischer Umgebung hat Sommerschenburg mit dem See im Canyon nahe dem Schloss zu bieten. Aber wie geht es nach der Havarie im Winter dort weiter?

Sommerschenburg. Den schmelzenden Schneemassen hatte der Badesee letztlich nichts entgegenzusetzen; das Gewässer konnte den Zulauf einfach nicht mehr "schlucken" – es trat über die Ufer und erreichte einen neuen Rekord- pegel. So heftig, dass der Sockel des Versorgungshäuschen überschwemmt wurde. Der Abriss war die einzige Alternative (Volksstimme berichtete).

Mit dem Frühling ist nun zwar die Pegelsituation wieder entspannt, aber es tun sich in Sachen Peripherie neue Fragen auf. Gemeinde und Bürger sind sich einig: Der Badesee als attraktives Ausflugsziel muss erhalten bleiben! Das wurde auch bei einer Begehung durch den Gemeinderat deutlich, die von zahlreichen Einwohnern begleitet wurde. Dabei wurden auch Ideen vorgebracht, wie man die Verbesserung bzw. Neuschaffung der Infrastruktur vor Ort (Wasser, Strom, Sanitäranlagen) in Angriff nehmen könnte.

Aus dem Gemeindehaushalt ist nicht viel – wenn überhaupt – zu erwarten, dazu ist die Kasse zu klamm. Zwar wurden nach der Havarie zusätzliche Mittel im Etat eingeplant, doch deren Genehmigung ist vor dem Hintergrund der Konsolidierung ungewiss. Als geeignete Lösung wird in der Gemeinde die Gründung eines Fördervereins betrachtet. So wirbt auch Bürgermeister Peter Müller für diese Idee: "Für die Perspektive unseres Badesees sollten alle an der Thematik Interessierten doch noch einmal über die Gründung eines solchen Vereins nachdenken. Bei der Begehung wurde ja schon deutlich, dass da durchaus freiwilliges Engagement zu erwarten wäre."

Darüber hinaus sei von Bürgern Bereitschaft signalisiert worden, in Eigenleistung mit anzupacken. So ist die Grundstimmung doch sehr positiv. Ratsmitglied Eckehart Beichler fasst es so zusammen: "In jedem Fall besteht die feste Absicht, auch im Sommer 2011 eine Badesaison zustande zu bringen, wenn vielleicht auch unter provisorischen Bedingungen."