Die jährliche Leserumfrage der Volksstimme "Ihre Meinung zählt!" erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Fast 1400 Leserinnen und Leser haben sich 2011 an diesem Stimmungs- und Meinungsbarometer in der Oschersleber Region beteiligt.

Oschersleben. Drei Fragen mit jeweils drei Antworten hatte die Oschersleber Redaktion in der Umfrage "Ihre Meinung zählt!" Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, zur Auswahl gestellt. Fast 1400 Bürger haben von den Antwortmöglichkeiten Gebrauch gemacht und uns ihre ausgefüllten Coupons zurückgeschickt. Heute lesen Sie in der Volksstimme die Auswertung.

1399 Leser beteiligten sich an der Beantwortung der Frage, ob zwischen Oschersleben und Gröningen über Großalsleben entlang der vielbefahrenen Straße ein Radweg gebaut werden soll oder ob das Land Sachsen-Anhalt darauf verzichten könne. Das Votum der Leser fiel eindeutig aus. 993, das sind 71 Prozent, stimmten dafür, diesen Radweg zu bauen. Lediglich 112 Leser (8 Prozent) waren der Meinung, dass auch mit einem Radweg diese Strecke kaum jemand befahren würde.

294 Einsender (21 Prozent) gaben an, dazu keine Meinung zu haben.

1368 Leser gaben ihre Voten zum Thema ab, ob zum Beispiel Hadmersleben und Großalsleben nach ihrer Eingemeindung den Zusatz "Stadt" weiter im Ortsnamen führen dürfen. 511 Einsender (37 Prozent) sagten: "Ja, denn dabei handelt es sich um Orte, die Jahrhunderte das Stadtrecht besaßen". Etwas mehr, nämlich 865 Leser (40 Prozent) stimmten dafür, die Entscheidung darüber den jeweiligen Ortschaftsräten zu überlassen. Mit "Nein, denn es sind keine eigenständigen Kommunen mehr" antworteten 292 Leser (21 Prozent).

Wie in Oschersleben mit der Baumpflege und dem Baumfällen verfahren wird, war Inhalt unserer dritten Frage. 911 Einsender (65 Prozent) stimmten mit "Nur um Gefahren abzuwehren und im Zuge von Baumaßnahmen sollten alte Bäume gefällt und durch junge ersetzt werden". 348 Leser (25 Prozent) sprachen sich generell gegen das Fällen von Bäumen aus und stimmten dafür, neue in Oschersleben und den Ortsteilen zu pflanzen. 115 Leser (8 Prozent) sagten, es gebe genügend Bäume und Grünanlagen, so dass Baumfällaktionen kein Problem seien.

"Ich bin für einen Radweg. Obwohl die Stadt über Radwege verfügt, gibt es immer noch zu viel Pedalkamikaze. Und was tut die Polizei?", schrieben uns Gerd und Brigitte Bornschein aus Kleinalsleben im Zuge der Leserumfrage. Zur Namensfrage nach Eingemeindungen schrieb das Ehepaar: "Da sagen wir nein. Denn den Anspruch haben sie mit der Eingemeindung aufgegeben". "Nur zur Gefahrenabwehr und dem Erhalt der Verkehrssicherheit. Ansonsten rigoros nein", lautete die Meinung der Bornscheins zum Bäumefällen in Oschersleben und in den Ortsteilen.