Nicht einfach nur zuschauen, sondern auch mitmachen – so hatte sich der Trachten- und Brauchtumsverein in Ummendorf das vorgestellt mit der Maibaumwerkstatt. Auf Heinemanns Hof wurde das frühlingshafte Hoheitszeichen öffentlich hergerichtet, bevor man ihn wenig später vor dem Hof aufrichtete.

Ummendorf. "Frischer geht‘s nicht!", betonte Werner Prier vom Trachten- und Brauchtumsverein die Aktualität in den Aktionen auf dem Hof. In jeder Ecke waren die Vereinsmitglieder am frühen Sonnabendnachmittag mit einer Teilaufgabe beschäftigt, um den Maibaum für das folgende Zeremoniell flott zu bekommen. Erst wenige Stunden zuvor war er an der Erzhalde Badeleben geschlagen worden. Seit der Wiederbelebung der Tradition im Ort wird Wert darauf gelegt, einen echten Jungbirkenstamm zu "pflanzen" statt eines geschreinerten Pfahls.

"Dieses Jahr hat alles schon so schön ausgeschlagen", freute sich Werner Prier über die grüne Pracht, mit der die Männer und Frauen ihr verzierendes Werk tun konnten. "Hoffentlich wird das durch nächtlichen Frost nicht wieder alles zerstört." Nach und nach füllte sich der Hof mit interessierten Besuchern, die dem Verein über die Schulter schauten: beim Präparieren des Stammes mit Bohrungen und Haken für den Kranz, beim Schmücken desselbigen, beim Zuschnitt des Birkengrüns, beim Binden der Girlande und beim Bestücken des Kletterbaums für die Kinder. Etappenweise ließ sich somit verfolgen, wieviel und welche Arbeit in dem fertigen Maibaum steckt, der schließlich – stolze 13 Meter hoch – gekonnt an der Wormsdorfer Straße eingefasst wurde. Zum zehnten Mal nun schon, seit sich der Verein dieser Tradition neu verschrieben hat. Und dieses Jubiläum gab auch den Anlass zu dieser Schau- und Mitmachwerkstatt, die von den Ummendorfern gut angenommen wurde.

   

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