Die Verwaltung der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben – Börde hat in der jüngsten Stadtratssitzung die Räte darüber informiert, dass es mit der Freigabe der Fördermittel für die Baumaßnahme B 246a in Seehausen Probleme gibt. Weil der Haushalt der Stadt noch nicht freigegeben ist, und damit die erforderlichen Eigenmittel auf Eis liegen, können noch keine Fördermittel fließen. Das wiederum sorgt derzeit für eine Verzögerung des Baustarts. Denn die Bauarbeiten sollten eigentlich laut bisherigen Planungen im Frühjahr beginnen. Die Einheitsgemeinde hat nun in einem Schreiben an die Kommunalaufsicht um eine Lösung des Problemes gebeten.

Seehausen. Die geplanten Bauarbeiten in Seehausen an der B246a verzögern sich offensichtlich weiter. Der Landesbaubetrieb, der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) sowie die Einheitsgemeinde wollen die beiden restlichen Teilstücke der Bundesstraße innerorts grundhaft sanieren. Das Problem, warum noch nicht mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, liegt inzwischen nur noch bei den Haushaltsmitteln der Stadt, die noch nicht freigegegeben sind. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Cornelia Franz auf der jüngsten Stadtratssitzung den Räten miteilte, habe die Verwaltung in einem Schreiben vom 21. April an die Kommunalaufsicht auf das Problem des noch nicht freigegebenen Haushalts aufmerksam gemacht. Dadurch könne die Stadt keine Eigenmittel nachweisen und erhält demnach auch keinen positiven Bescheid auf die beantragten Fördermittel. Nur so könne für die Baumaßnahme in Seehausen endlich "grünes Licht" gegeben werden. "Von dem Fördermittelbescheid hängt alles ab", hatte Bauamtsleiter Olaf Küpper bereits mehrfach im Vorfeld betont.

Da es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe von Landesbaubetrieb (LBB), TAV und Stadt handelt, erhofft sich die Verwaltung eine schnelle Lösung des Problems. Zumal in Seehausen parallel zum Ausbau der B 246 a auch ein neuer Einkaufsmarkt gebaut werden soll, und dessen Baustart von den geplanten Bauarbeiten abhängig ist. Der Investor rechnete bislang damit, dass der Netto-Markt mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern spätestens im Oktober 2011 eröffnen könnte, wenn mit dem Bau des Discounters im Frühjahr begonnen würde.

Bürgermeisterin Petra Hort, die gestern nach ihrem Urlaub ihren ersten Arbeitstag im Rathaus hatte, sagte der Volksstimme: "Der einzige Grund, weshalb es klemmt, ist tatsächlich der unbestätigte Haushalt. Uns fehlt das Geld. Der Eigenanteilt der Stadt beläuft sich auf rund 130 000 Euro. Diese Summe müssen wir aufnehmen, um uns an der Baumaßnahme zu beteiligen." Sie sei aber davon überzeugt, dass das Problem demnächst gelöst werden kann. Die Verwaltung untersuche derzeit mehrere Möglichkeiten, um Mittel zur Verfügung stellen zu können. "Zum Beispiel prüfen wir die Variante, ob wir auf Rücklagen oder auf unsere jährliche Investitionshilfe zurückgreifen können. Wir versuchen das Problem zu lösen, schließlich besteht an diesem Bauprojekt ein überregionales Interesse", sagte Petra Hort weiter.

Geplant sei laut bisherigen Aussagen der Planerin Kerstin Braunsberger, dass mit dem Bauabschnitt in der Seehäuser Ringstraße angefangen werden soll, damit parallel dazu dann eben auch der neue Einkaufsmarkt entstehen kann. Für die Dauer der geplanten Bauarbeiten wird erneut eine Vollsperrung der Bundesstraße nötig sein, die eine großräumige Umleitung zur Folge haben wird.

 

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