Über drei Tage war die Gemeinde Ummendorf kürzlich abermals Gastgeber für eine Besucherdelegation aus der rumänischen Partnergemeinde Movileni. Der Schwerpunkt des Interesses lag auf der Kinderbetreuung in Schule und Kindertagesstätte.

Ummendorf. Vorzeitiger Schulabgang sei in Rumänien ein Problem, dem man entgegenwirken müsse und wolle, schrieb Movilenis Bürgermeister Cristian Rimbu seinem Ummendorfer Amtskollegen Reinhard Falke. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts "Zusammen für Erziehung" konnte zu diesem Zweck nun ein Studienbesuch organisiert werden, bei dem sich rumänische Lehrkräfte und Kultusvertreter über – wie es laut Protokollthema hieß – "bewährte Praktiken und Erfahrungen zur Förderung der sozialen Eingliederung" informierten.

Ein Besuch nebst Unterrichtshospitation in der Grundschule "Burg Ummendorf" war dabei das vordergründige Ziel. Angeschlossen daran: eine schulinterne Lehrerfortbildung mit dem Thema "Umgang mit schwierigen Kindern". Auch dem Kindergarten der "Allerfrösche" wurde ein Besuch abgestattet, darüber hinaus den örtlichen Freizeit- und Kulturinstitutionen wie Museum, Feuerwehr, DRK-Jugendclub und Kirche, da sie alle auch Teil sozialkompetenter Angebote für Kinder und Jugendliche seien.

Die Studienreise wurde nach dem dreitägigen Aufenthalt in Ummendorf in der Bundeshauptstadt fortgesetzt, zielte sie doch auch darauf ab, "Methoden zur Bekämpfung der Schulverlasse kennenzulernen und Maßnahmen der deutschen Behörden, um die Schulverlassrate zu verringern", wie Cristian Rimbu erläuterte.

Ummendorfs Ortsoberhaupt freute sich sehr darüber, dass die rumänischen Partner den Kontakt miteinander wiederum pflegten und mit Leben erfüllten. Ummendorf stehe bei Fragen und Problemen gern und hilfsbereit parat, so Reinhard Falke. Und weiter: "So soll es schließlich auch sein. Das ist Sinn dieser Partnerschaft."