Nun ist die Bevölkerung auch offiziell dazu aufgerufen, sich an der Namensfindung für den Helmstedt-Harbke-See zu beteiligen. Und mehr noch: Auch für die Gewässernachbarn in Richtung Schöningen werden griffige Namen gesucht.

Harbke. Die Region Helmstedt, Harbke, Büddenstedt und Schöningen ist dabei, sich weiter touristisch zu entwickeln. Aus den dortigen ehemaligen Braunkohletagebauen entsteht in naher Zukunft eine länderübergreifende Bade- und Freizeitgewässerlandschaft, bestehend aus dem Helmstedt-Harbke-See, dem Tagebausee Schöningen-Südfeld und dem Tagebausee Treue.

Während für den Tagebausee Treue eine vorrangig naturnahe Nutzung beabsichtigt ist, projizieren sich gerade auf den Helmstedt-Harbke-See und den Schöningen-Südfeld-See Überlegungen zu Freizeit- und Naherholungszentren für die Region. So ist geplant, den größten der dortigen Seen, das zurzeit übergangsweise als "Helmstedt-Harbke-See" titulierte Gewässer, nach und nach zu einem überregional bedeutsamen Tourismus- und Erholungsgebiet für wasserorientierte Freizeitnutzung auszubauen (Volksstimme berichtete). Strandbereiche für den Badebetrieb werden entstehen, darüber hinaus Anlegeplätze für Segelboote, Voraussetzungen für Surfen, Wasserski und Regattasport sowie "schwimmende" Häuser, Campingplätze und Promenaden.

Nach jetzigen Berechnungen wird im Jahr 2017 etwa die Hälfte der Gesamtwasserfläche erreicht. Bis dahin sollen in einem ersten Erschließungsschritt Rad- und Wanderwege rundherum angelegt werden. Der See kann – nach erfolgter Genehmigung einer Fremdflutung – bereits im Jahr 2030 vollständig gefüllt sein, die Füllung auf natürlichem Weg würde einige Jahrzehnte länger dauern. So oder so ist den beteiligten Kommunen klar, dass eine frühzeitige Vermarktung wichtig ist

Zum effektiven Marketing werden nun Namen gesucht: für die drei Seen sowie ein Dachname für die gesamte Seenlandschaft.

Die Bevölkerung soll in die Namensfindung einbezogen werden. Deshalb sind alle Bürger aufgerufen, bis zum 29. Mai Vorschläge einzureichen. Möglich ist dies unter anderem über die Verbandsgemeinde Obere Aller. Dazu genügt eine E-Mail an die Adresse info@obere-aller.de. Die Anschrift für den klassischen Postweg lautet: Gemeinde Harbke (oder Bürgermeister Werner Müller), Halberstädter Straße 16, 39365 Harbke.