Soviel steht heute schon fest: Am kommenden Montag um 10 Uhr dürfen Badegäste den ersten Kopfsprung in das kühle Nass der Altenweddinger Badeanstalt wagen. Dann wird hier die Badesaison eröffnet. Diese Klarheit gibt es für das Freibad in Langenweddingen nicht. Zwar hat der Gemeinderat die Öffnung beschlossen, doch die Frage, wie dieser Beschluss mit dem Haushaltskonsolidierungskonzept in Einklang gebracht werden kann, ist noch nicht beantwortet.

Langenweddingen/Altenweddingen. Verwaist liegt das Langenweddinger Freibad da, noch kein Tropfen Wasser schimmert im Becken. Wann werden die Vorbereitungen für die Badesaison fortgesetzt? Warum haben sie noch nicht begonnen?

Zwar hat der Gemeinderat in der vergangenen Woche mehrheitlich beschlossen, dass es auch 2011 eine Badesaison im Langenweddinger Schwimmbad geben soll, doch der Beschluss widerspricht dem Haushaltskonsolidierungskonzept der Gemeinde. Eine andere Sparmaßnahme müsste theoretisch als Ersatz für das Freibad gefunden werden. An anderer Stelle, bei anderen freiwilligen Leistungen müsste gespart werden. "Im Verwaltungshaushalt können wir nichts mehr streichen, hier ist alles ausgereizt" erklärt Bürgermeister Erich Wassertal. Er hatte sich von einer Beratung mit den Fraktionsvorsitzenden erhofft, dass neue Vorschläge für das Fortschreiben des Konsolidierungskonzeptes gemacht werden. "Es war ernüchternd für mich. Ich denke, es gehen alle davon aus, dass ich Widerspruch gegen den Gemeinderatsbeschluss einlege. Findet sich keine andere Lösung bin ich dazu auch per Gesetz, per Gemeindeordnung verpflichtet. Bis nächste Woche hätte ich noch Zeit. So lange muss die Vorbereitung der Badesaison warten", so der Bürgermeister.

In Altenweddingen hingegen ist für die Badesaison alles klar. Wie ein großer Spiegel schimmert das Wasser in den Becken. Hier laden 1000 Kubikmeter kühles Nass zum Schwimmen, Planschen oder Toben ein.

Bereits vor Wochen haben die ersten Vorbereitungen für die neue Badsaison begonnen. "Auch diesen strengen Winter hat das Bad im Großen und Ganzen ohne Schäden an der Technik überstanden. Lediglich einige Verwerfungen im Pflaster hat es gegeben. Die wurden repariert", berichtete Schwimmmeister Jens Hempel, dem man es anmerkt, dass er der neuen Badesaison entgegenfiebert.

Ehe nicht alle Dächer und Dachrinnen vom Schmutz befreit sind und auch das Laub von den Grünanlagen beseitigt ist, wird nicht mit dem Füllen der Becken begonnen. Zuvor sind zudem die Leitungen zu spülen und die Wände der Becken zu schrubben.

"Ist das Wasser erst drin, ist die Gewässerpflege das A und O", meint der erfahrene Bademeister. Über ein Kreislaufsystem wird das Wasser stetig umgewälzt, gefiltert und gereinigt. Am Dienstag wurde vom Gesundheitsamt die Wasserprobe entnommen. Ein positives Ergebnis ist die Voraussetzung dafür, dass die Badesaison eröffnet werden kann.

Für die Wasserpflege hat Jens Hempel auch einen sehr verlässlichen Kollegen, der ohne Murren seine Arbeit verrichtet. Ein Bodensauger "fährt" die Wände der Becken ab. So wird Schmutz vom Boden abgesaugt.

Jährlich wird übrigens die Rutsche vom TÜV abgenommen, genauestens geprüft, ob alle Schweißnähte in Ordnung sind, die Rutschfläche keine Schäden hat oder sich scharfe Kanten gebildet haben. Um alles exakt zu prüfen, gibt es auch eine Rutschprobe.

Sind auch noch die Bänke aufgestellt, das Volleyballnetz gespannt und die Papierkörbe im Gelände verteilt, kann die Badesaison starten.

Am Montag, 16. Mai, soll es also um 10 Uhr losgehen. Mal sehen, was sich die Senioren des Ortes für den Start wieder ausgedacht haben.

Bilder