Höhepunkt der Festwoche anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Burgstaller Schule war am Sonnabend ein großes Festprogramm in der Sporthalle. Am Nachmittag feierten auch zahlreiche ehemalige Schüler und Lehrer das Jubiläum mit.

Burgstall. In ihrer Festansprache ließ Schulleiterin Jeannine Böttcher die vergangenen 50 Jahre Revue passieren. "Im Jahr 1961 wurde die Schule eingeweiht. Das war auch das Jahr des Mauerbaus, das Jahr des Gagarinfluges, das Jahr der Kennedy-Wahl. Wer hätte 1961 gedacht, dass unsere Schüler heute in Levis-Jeans zur Schule kommen und dass wir Jacobs-Kaffee im Supemarkt kaufen können. In jenem Jahr gab es in Burgstall nur zwei Bürger mit einem eigenen Telefonanschluss. Heute kommen schon manche Grundschüler mit Handy zur Schule."

Für rund 500000 Mark war die Schule am Waldrand erbaut worden. Davon kam die Hälfte aus Eigenmitteln der Gemeinde. "Die Lehrer spendeten damals ein Prozent ihres Gehaltes für den Schulneubau", erinnerte Jeannine Böttcher und zog Parallelen zur heutigen Zeit. "Auch heute geht es nicht ohne Eigeninitiative. So haben die Vatis die Aula renoviert und zahlreiche Eltern durch eine Baumpflanzaktion Mittel für unsere schicke Fassadengestaltung erarbeitet."

Festwoche begann mit einem Handwerkertag

Die Schulleiterin berichtete über die ereignisreichen Tage der Festwoche. Die hatte am Montag mit einem Handwerkertag begonnen. Am Dienstag fuhren alle Schüler auf Einladung des Kinderschutzbundes in den Magdeburger Zoo. Am Mittwoch hieß es "Kinder laufen für Kinder". Bei dieser Spendenaktion zeigte sich besonders Filipp Kirsten aktiv, der zehnmal die 500-Meter-Runde durchlief.

Bei der Dorfbegehung am Donnerstag lernten die aktuellen Grundschüler die früheren Schulstandorte kennen. So wurden 1959 die 247 (!) Schüler in sechs Räumen unterrichtet, die sich in drei verschiedenen Gebäuden befanden.

"Wir hoffen, dass unsere Schule noch lange bestehen bleibt", endete Jeannine Böttcher, "Schule bedeutet Zukunft für Kinder, für Eltern und auch ganz besonders für unsere Gemeinde."

Da konnte sie Bürgermeister Sigurd Heimann beruhigen, der weitere Sanierungsmaßnahmen am Gebäude der Schule ankündigte.

Und dann brannten die Mädchen und Jungen bei ihrem Festprogramm vor hunderten Gästen ein wahres Feuerwerk an Musik, Tanz, Informationen und Comedy ab. Bei der Sondersendung des Burgstaller Schulfunks (BSF) führte Lehrerin Kristin Silke Regie. Solche Beiträge wie "Hamse nicht noch Altpapier…" oder der abgewandelte Peter-Fox-Titel "Das Haus am Wald" sorgten für eine hervorragende Stimmung beim Publikum, das größtenteils selbst einst die Schule besucht hatte.

Die "Tanzmäuse" des Sportvereines Heide Burgstall gratulierten ebenso wie eine Abordnung der Kitas aus Burgstall, Cröchern und Sandbeiendorf oder eine Delegation der jetzigen Sekundarschüler. Marlis Schünemann vom Kinderschutzbund gratulierte und lud alle Schüler zu einem Besuch mit Überraschungen in die Geschäftsstelle ein.

Zwar wurde die "Sendezeit" beim BSF-Programm deutlich überzogen, aber dafür zahlten die Besucher gern einen Obolus an die Mitarbeiter der BEZ (Burgstaller Einzugszentrale), die am Ausgang warteten.

Nach diesem furiosen Auftakt ging es zum Sportplatz, wo die beliebte Sportstaffel, eine Versteigerung von "Ostpaketen", Hüpfburg, Clown und ein deftiges Mittagessen auf die Gäste warteten. Im Schulgebäude konnten sechs Ausstellungen besichtigt werden, unter anderem über die Burgstaller Schulgeschichte.

Mit einem gemütlichen Kaffeeklatsch, bei dem auch viele ehemalige Lehrer und Schüler über die Schule plaudern konnten, neigte sich das große Jubiläumsfest seinem Ende entgegen.