Das diesjährige Alikendorfer Schützenfest ist schon wieder Geschichte. Dass es bereits stattgefunden hat, davon zeugen nun die neuen Schützenscheiben an einigen Häusern des kleinen Ortsteiles von Oschersleben.

Alikendorf. Da sind die Alikendorfer Schützenkönige wirklich auf Zack. Werden sie am Sonntagmorgen beim traditionellen Schützenumzug abgeholt, haben sie längst die Schützenscheiben an ihre Häuser angebracht. So hat der zwölfjährige Niclas Müller für die erste Schützenscheibe am Haus seiner Eltern gesorgt. Niclas wurde in diesem Jahr Jugendkönig. Mit sicherer Hand schoss er mit dem Luftgewehr 27 von 30 möglichen Ringen.

Die erste Schützenscheibe prangt auch am Haus von Ingo Sauerwald. Er war am Sonntagmorgen noch ganz überrascht, dass er Schützenkönig geworden ist. Der Neu-Alikendorfer, der gerade mit seiner Familie in das kleine Dorf nahe Oscherslebens gezogen ist, darf sich nun Volkskönig nennen. Zwei Königsscheiben sind bereits am Haus von Ortsbürgermeisterin Inge Pohle zu finden. 2001 und 2011 wurde sie Schützenkönigin.

Doch es gibt in Alikendorf ein Haus mit vielen Schützenscheiben. Die ersten drei wurden bereits wieder abgenommen, weil sie schon zu sehr verwittert waren. Jetzt zieren noch 13 Scheiben die Hauswand. Die neueste kam am Sonntag hinzu und verkündet, dass im Hause Ertmer wieder ein Schützenkönig geehrt werden konnte. 2011 schaffte es Markus Ertmer. Er ist der 19-jährige Sohn vom Vorsitzenden des Alikendorfer Schützenvereins, Steffen Ertmer. Ertmer und seine Frau waren im vergangenen Jahr Schützenkönige geworden.

Traditionell findet immer im Mai das Alikendorfer Schützenfest statt, und damit gehören die Schützen dieses Vereins zu den ersten der Umgebung, die den Reigen der Schützenfeste eröffnen. Neben dem Ausschießen von Jugend- und Volkskönig und dem großen Schützenball ist der große Schützenumzug am Sonntagmorgen stets ein besonderer Höhepunkt des Schützenfestes. Am Umzug nahmen in diesem Jahr neben den heimischen Schützen auch die befreundeten Schützenvereine aus Hadmersleben, Günthersdorf, Gröningen, Kroppenstedt, Schermcke, Großalsleben und Hordorf teil. Doch nicht nur die Zuschauer am Straßenrand stellten fest, dass die Beteiligung am Umzug schon mal besser war. Diese Einschätzung machte auch der Vorsitzende des Alikendorfer Schützenvereins, Steffen Ertmer, für das Fest insgesamt. Er und seine Schützenbrüder und -schwestern hätten sich mehr Besucher für die Veranstaltungen gewünscht. Traditionell klang das Fest in Alikendorf beim Kaffeetrinken mit Modenschau aus.

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