Ausleben. Vollgas wurde gestern auf dem Gelände der Sekundarschule in Ausleben gegeben – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Rahmen eines Verkehrssicherheitsprojektes des ADAC – "Achtung Auto!" – zeigte Mitarbeiter Markus Bergmann den Mädchen und Jungen der Klassenstufe 5, wie lange ein Auto für eine unerwartete Vollbremsung benötigt.

Jeweils drei Schüler durften nacheinander mitfahren, wenn Markus Bergmann rasant rückwärts steuerte, um daraufhin mit hoher Geschwindigkeit auf eine markierte Linie zuzusteuern und plötzlich zu stoppen. Markierungen auf der Fahrbahn verdeutlichten den Anhalteweg eines Fahrzeugs, beginnend vom Erkennen einer Gefahr bis zum Stillstand. So lernten die Kinder anschaulich und mit einer Menge Spaß die Zusammensetzung aus Reaktionsweg und Bremsweg. Immer, wenn der dunkelblaue Corsa die Haltelinie wieder erreicht hatte, schallte es aus der Gruppe: "Hier, ich will auch!" oder "Ich will nochmal!", so begeistert waren die Fünftklässler von der Aktion. "Das Projekt soll unseren Schülern helfen, Unfallgefahren zu erkennen", sagte Norbert Buchmann, Klassenlehrer der Klasse 5b der Sekundarschule Ausleben.

Die Aktion "Achtung Auto!" findet bundesweit statt und soll sowohl die lebensrettende Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung im Fahrzeug veranschaulichen, als auch die Relevanz richtigen Verhaltens außerhalb des Fahrzeugs an Verkehrswegen zeigen, heißt es vom Automobilclub.

Innerhalb von zwei Schulstunden haben Mädchen und Jungen dabei die Gelegenheit, anhand von praktischen Übungen und Demonstrationen reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben. So sollen sie den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einschätzen lernen.