"Sitzverteilung in den beratenden Ausschüssen und Benennung der Ausschussmitglieder durch die Fraktionen" lautete ein Tagesordnungspunkt auf der Stadtratssitzung, die am Donnerstagabend im Eggenstedter Feuerwehrgerätehaus stattfand. Hintergrund war ein Verfahrensfehler, der bei der vorherigen Besetzung der Ausschüsse unterlaufen ist.

StadtWanzleben–Börde. Als die Sitze in den beratenden Ausschüssen des Stadtrates der Stadt Wanzleben – Börde verteilt wurden, ging es ganz unproblematisch zu. Jeweils sechs Sitze im Wirtschafts-, Sozial- und Finanzausschuss wurden entsprechend des Zahlenschlüssels nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren verteilt. In jedem Ausschuss blieb ein Sitz übrig, der jeweils von den Fraktionen Die Linke, CDU und FDP/Bürgerinitiative hätte besetzt werden können.

Unkonventionell entschied man sich, wie der Stadtratsvorsitzende Claus-Christian Kühne auch in der jüngsten Sitzung betonte, dass jede Fraktion ihren Kandidaten für den freien Sitz jeweils eines Ausschusses vorschlagen konnte. So besetzte Claus-Christian Kühne (CDU) den freien Sitz im Wirtschaftsausschuss, Horst Flügel für die FDP/ Bürgerinitiative den Sitz im Finanzausschuss und Gudrun Tiedge (Die Linke) übernahm den Sitz im Sozialausschuss.

Beim Durchschauen der Protokolle im Internet fiel einem Mitarbeiter im Landesverwaltungsamt diese unkonventionelle Weise auf. War doch eigentlich ein Losverfahren notwendig, wenn noch Sitze übrig waren. Da auch die Kommunalaufsicht davon erfuhr, musste dieses Losverfahren nun noch erfolgen.

Claus-Christian Kühne zog die Lose und ermittelte so das Vorschlagsrecht. Letztlich schlug die Fraktion FDP/Bürgerinitiative Groß Rodensleben für den Finanzausschuss Horst Flügel vor. Die Linke schickte Gudrun Tiedge in den Sozialausschuss.

Das Losglück entschied, dass die Fraktion FDP/Bürgerinitiative Groß Rodensleben auch den Vorschlag für den Sitz im Wirtschaftsausschuss unterbreiten darf. Werner Ackermann von der Fraktion schlug Claus-Christian Kühne (CDU) vor. "Es ist möglich, dass die Fraktionen sowohl fraktionseigene als auch fraktionslose oder fraktionsfremde Mitglieder vorschlagen", erklärte Claus-Christian Kühne in der Funktion des Stadtratsvorsitzenden.

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