Peseckendorf (yhe). Viele Jahre hat die Jugendbildungsstätte Peseckendorf mit Zivildienstleistenden zusammengearbeitet, hat vielen jungen Männern aus der näheren Umgebung einen interessanten Job geboten und war andererseits auch auf diese Hilfe angewieen. Nun wird der Zivildienst zum 1. Juli ausgesetzt.

Ab dem 1. Juli steht die Jugendbildungsstätte stattdessen als Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) zur Verfügung.

Wie es der Name schon sagt, beruht der BFD auf Freiwilligkeit, während der Zivildienst ein Pflichtdienst für junge Männer war. Den Bundesfreiwilligendienst können auch Mädchen leisten und ist altersoffen.

"Als Einsatzstelle für den BFD bieten wir Jungen und Mädchen, Männern oder Frauen weiterhin eine interessante Einsatzmöglichkeit. Im Haus kann in der Zimmerreinigung, im Bereich der Haustechnik gearbeitet werden, sind Rezeptions- und Fahrdienste zu leisten oder wird Unterstützung im Hausmeisterbereich gegeben", erklärt der Hausleiter der Jugendbildungsstätte Pe-seckendorf, Erhard Deneke.

Für Jugendliche ist interessant zu wissen, dass, wenn sie zwischen 16 und 27 Jahre alt sind, der Bundesfreiwilligendienst in Vollzeit zu leisten ist. Ab 28 Jahre können auch nur 20 Stunden pro Woche geleistet werden. Für beide Altersgruppen beträgt die Mindestdauer des BFD sechs Monate, in der Regel aber zwölf Monate und ist in Ausnahmefällen verlängerbar bis auf ma- ximal 24 Monate. "Ende Juli wird unser letzter Zivi gehen. Wir hoffen und wünschen uns, dass recht bald erste Bewerbungen für den BFD eingehen. Die Freiwilligen sollten motiviert und engagiert sein und Interesse haben, eigene Ideen einzubringen. Lust daran haben, von und mit anderen zu lernen und zu arbeiten. In unserem Haus kommen vor allem viele junge Leute zusammen, um kulturell zu arbeiten, Theaterprojekte zu gestalten und vieles mehr. Schon aus dieser Sicht können wir hier in der Peseckendorfer Jugendbildungsstätte eine interessante Arbeit bieten", meint Erhard Deneke weiter.

Im Übrigen wird den Freiwilligen im Rahmen ihres Dienstes auch ein Entgelt gezahlt und zwar in einer Höhe von bis zu 350 Euro pro Monat.