Etwas Körperertüchtigung zum Jahresende, diese Idee stieß in Eilsleben am Silvesternachmittag auf guten Anklang. Rund 30 Teilnehmer aller Altersklassen nahmen den kleinen oder auch großen Rundkurs durch den Schnee bei dieser Premierenveranstaltung in Angriff.

Eilsleben. Zwischen Heringssalat und Mitternachtssekt bot der erste Eilsleber Silvesterlauf noch einmal eine schöne Gelegenheit, sich bei gemeinschaftlicher Aktion, frischer Luft und sportlicher Betätigung vom alten Jahr zu verabschieden. In der Laufgruppe des hiesigen Sportvereins war die Idee für dieses besondere Jahresfinale geboren worden. "Wir haben uns gedacht, warum sollten wir das nicht einfach mal versuchen", so Organisatorin Jacqueline Conradi. Man habe nun zwar keinen Massenansturm erwartet, aber doch einige Lauffreudige, die sich nicht vor niedrigen Temperaturen und schneebedeckten Wegen scheuen.

Diese Hoffnung sollte sich erfüllen, denn mit den rund 30 Jungen, Mädchen, Männern und Frauen waren es am Ende sogar noch mehr Teilnehmer als zunächst gedacht – mit der Premiere durfte man also durchaus zufrieden sein. ESV-Vorsitzender Klaus-Dieter Fuhrmann sah dies ebenso: "Schön, dass hier mal so etwas auf die Beine gestellt und auch angenommen wurde!"

Zentraler Sammelpunkt für die Erstauflage des Silvesterlaufs war die Sporthalle. Hier war ein Pavillon aufgebaut, der die Teilnehmer mit dem Nötigsten versorgte: Startnummern, Imbiss und Getränke. Zunächst waren die jüngsten Läufer an der Reihe. Von der Eilsleber Allzweck-Sportskanone Günther Lippner, der heute übrigens seinen 70. Geburtstag feiert, ins Rennen geschickt, drehten die "Bambinos" eine Runde über den Fuchsberg – zum Teil in Begleitung der Eltern oder Geschwister, sodass es zu einem echten Familienzieleinlauf kam.

Den älteren Kalibern wurden größere Herausforderungen zugetraut: Jugendliche und Erwachsene konnten wählen zwischen der kleinen Runde über etwa 1,5 Kilometer, der mittleren über 2,5 Kilometer oder aber der Königsstrecke über satte fünf Kilometer – je nach Lust, Laune und Konstitution. Der Kurs führte über den Fuchsberg, vorbei an Ärztehaus und Reitplatz, bis hinein in die Wiesen zur Allerbrücke. Hier war für die "Langstreckler" der Wendepunkt markiert; auf demselben Weg ging es dann zurück – die 5000-Meter-Leute liefen die Runde zweimal.

Platzierungen waren Nebensache, dennoch wurden Zeiten und Reihenfolgen registriert. Vornehmlich aber – und das sah man auch den Gesichtern aller Teilnehmer an – ging es um den Spaß an der Sache, um das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Dieser Vorsatz kam keinesfalls zu kurz, weshalb eine Neuauflage Ende 2011 nicht ausgeschlossen wurde.

Bilder