Im noch jungen Jahr 2011 haben bereits zwei Kinder auf der Geburtenstation des Medigreif-Bördekrankenhauses Neindorf das Licht der Welt erblickt. Das erste Kind des neuen Jahres war am 3. Januar Ben Aulebach aus Warsleben.

Neindorf. Die beiden ersten Kinder, die auf der Geburtenstation des Medigreif-Bördekrankenhauses Neindorf im Jahr 2011 das Licht der Welt erblickten, werden wohl einen Teil ihres Lebensweges gemeinsam beschreiten. Ben Aulebach und Vivian Oberhack sind beide in der Großgemeinde Ausleben daheim. Ihre Mütter Stefanie Aulebach und Mandy Oberhack sind befreundet, ihre Kinder werden sie in einer Tagesstätte betreuen lassen oder in eine Grundschule gehen lassen.

Bis dahin gehen jedoch noch etliche Jahre ins Land. Bis Ende der Woche werden sich die jungen Mütter noch auf der Geburtenstation in Neindorf erholen. Ben Aulebach kam am 3. Januar um 17.03 Uhr per Kaiserschnitt als erstes Baby des Jahres 2011 im Medigreif-Bördekrankenhaus auf die Welt. Der Junge wog 3 280 Gramm und maß 53 Zentimeter. Mit Mutti Stefanie Aulebach freut sich Vati Heiko Gorges über den ersten Stammhalter des jungen Paares. "Es war ein Wunschkind", sagte Stefanie Aulebach gestern zur Volksstimme. Mutter, Vater und Kind bewohnen das Familienzimmer der Station. Das heißt, der Vater verbringt die Nacht bei Mutter und Kind, so dass sich von Anfang an eine feste Bindung entwickelt.

Die Geburt von Ben war nicht ganz einfach. Die Oberärzte Sabine Rothämel und Lothar Neidler holten mit Unterstützung von Hebamme Kathrin Freund das Kind mit einem Kaiserschnitt auf die Welt.

Nur wenige Stunden später am 3. Januar um 23.53 Uhr brachte Mandy Oberhack aus Ausleben ihre Tochter Vivian bei einer komplikationslosen und schnellen Geburt zur Welt, die Oberärztin Sabine Rothämel und Hebamme Sabine Bahr begleiteten. Das Mädchen wog 3 860 Gramm und war 54 Zentimeter groß. Es ist das zweite Kind von Mandy und Steffen Oberhack. Vanessa (6) freut sich über die Geburt ihrer kleinen Schwester.

Beide Frauen waren einige Tage über den errechneten Geburtsterminen ihrer Kinder. "Das hat uns nicht weiter beunruhigt, hier auf der Geburtenstation fühlen wir uns bei den Schwestern, Hebammen und Ärzten in guten Händen", sagten Mandy Oberhack und Stefanie Aulebach übereinstimmend.

Mandy Oberhack hatte bereits am 6. Dezember ein neues Angebot der Geburtenstation wahrgenommen – den Geschwisterkurs. "Dabei werden die Kinder auf ihre neue Rolle als Geschwisterkind vorbereitet", erklärte Sabine Rothämel. Nicht selten würden die großen Geschwister mit dem Baby einen fertigen Spielkameraden erwarten, was mitunter Konflikte in sich berge. Der nächste Geschwisterkurs findet am 21. Februar um 17 Uhr statt.

In den kommenden Tagen erwarten die Ärzte und Hebammen in Neindorf um die sechs Geburten. "Das ist ein kinderreicher Start ins neue Jahr", freute sich Medigreif-Pressesprecher Dieter Thielemann. 2010 kamen in Neindorf bei 206 Geburten 207 Kinder zur Welt – 105 Jungen und 102 Mädchen. Das stelle nach den Worten Thielemanns gegen- über 2009 einen Rückgang dar, als in Neindorf 238 Kinder geboren wurden. Diese Schwankungen seien für ein kleines Krankenhaus wie Neindorf nicht ungewöhnlich und auch auf den demografischen Wandel zurückzuführen. "Die wohnortnahe Geburt ist für die Mütter sehr wichtig", betonte Thielemann die Bedeutung der Geburtenstation für das Medigreif-Bördekrankenhaus Neindorf.