Hadmersleben. Durch Tauwasser und Regen ist der Pegelstand der Bode im Bereich Hordorf, Oschersleben, Hadmersleben und Groß Germersleben beträchtlich angestiegen. Gestern Mittag wurde am Pegel Hadmersleben ein Wasserstand von 2,50 Meter gemessen, was Hochwasserwarnstufe 1 bedeutet. Die Lage ist jedoch nicht dramatisch, schätzen die Experten des Landesbetriebes für Hochwasserschutz ein.

Oscherslebens Baubetriebs-amtsleiter Steffen Czerwienski und sein Mitarbeiter Günther Matthias jun, gleichsam Chef der Oschersleber Feuerwehr, waren gestern entlang der Bode auf Kontrollfahrt, um den Wasserstand des Flusses in Augenschein zu nehmen. "Der große Schwung kam von Sonnabend auf Sonntag", sagte Czerwienski. "Das Wasser der Bode ist deutlich angestiegen", bestätigte Matthias jun., so dass der Umflutkanal in Hordorf und die Espenlacke bei Oschersleben bereits Wasser führen. Beide Stadtverwaltungsmitarbeiter rechnen für heute und die kommenden Tage mit einem weiteren Anstieg des Bode-Pegels.

Um auf alle Situationen vorbereitet zu sein, hat die Stadt Oschersleben einen Vorrat an gefüllten Sandsäcken angelegt. In einer Garage lagern mehrere Tausend Sandsäcke, die im Fall einer Überflutung der Stadt zum Einsatz kommen, um Häuser vor dem Wasser zu schützen. Auch hat die Stadt eine Wasserwehr, die bei Bedarf zum Einsatz kommt. "In der Wasserwehr arbeiten hauptsächlich Mitarbeiter der Verwaltung aus dem Tiefbauamt, dem Baubetriebsamt, dem Ordnungsamt sowie die Gemeindearbeiter mit", erläuterte Czerwienski. Von der Hochwasserwarnstufe 3 an werde die Wasserwehr bei ständigen Begehungen die Deiche kontrollieren. Ab der Warnstufe 4 übernehme der Kreis die Koordination der Hilfsaktionen und löst Katastrophenalarm aus.

"Seit das Umspannwerk am Ortseingang verlegt wurde, hat Oschersleben bei Bode-Hochwasser kein größeres Gefahrenpotenzial mehr", schätzte Matthias jun. ein und nannte jedoch den Althäuser Weg als besonders gefährdet.