Große Sprünge kommen für die Gemeinde Harbke angesichts fortlaufender Konsolidierungsphase und erhöhter Umlagen 2011 nicht in Frage. Es soll ein Jahr der kleinen Schritte und Investitionsvorbereitung werden.

Harbke. "Wie schon in den letzten Jahren wird es einen Fehlbetrag in unserem Etat geben", stellte Bürgermeister Werner Müller im Volksstimme-Gespräch fest. Zwar sei die Haushaltsplanung noch nicht vollends abgeschlossen, weshalb sich zum jetzigen Zeitpunkt keine ganz konkreten Schlüsse ziehen lassen, doch dass weiter auf Sparflamme gekocht werden muss, ist gewiss.

"Uns geht es wie allen anderen", so Müller, "die Abgaben an Kreis und Verbandsgemeinde lassen immer kaum etwas übrig, für freiwillige Aufgaben ist wenig Platz." Fördermittelanträge stelle die Gemeinde quasi umsonst, weil auch im Vermögenshaushalt keine ausreichenden Mittel für die Eigenanteile zur Verfügung stehen. Kleiner Trost: Der Fehlbetrag wird geringer ausfallen als im Vorjahr.

"Trotzdem ist das natürlich alles andere als befriedigend", klagt der Bürgermeister, "wenn wir bestimmte Vorhaben immer wieder aufschieben müssen. Im sogenannten neuen Harbke zum Beispiel konnte kaum etwas gemacht werden, obwohl es dringend nötig wäre, zumal dort auch die meisten Einwohner leben." Kommunalfinanzen jedoch sind kein Wunschkonzert. So wird man sich in Harbke mit der Fortsetzung begonnener Projekte bzw. kleineren Investitionen sowie der Planung fürs kommende Jahr zufrieden geben müssen.

Karl-Marx-Platz, Parkstraße und Neuer Weg rücken für 2012 an die Spitze in puncto Sanierungsprioritäten. "Wir haben gute Aussichten dafür dann Fördermittel zu bekommen und werden dieses Jahr nun zur Vorbereitung der Maßnahmen nutzen", so Werner Müller.

Im Park und auf dem Schlosshof wird es in gewohnter Weise vorangehen – Stück für Stück. Müller dazu: "Als größte Maßnahme dort wird die Sanierung des Burggrabens, speziell die Neugestaltung der Sandsteinmauer fortgeführt. Hinzu kommen vom finanziellen Umfang her kleinere Projekte." So habe man Anträge für die Erneuerung des Torbogens gestellt.

Die Harbker Hoffnungen auf eine verbesserte Finanzsituation liegen im Gewerbegebiet. Man sei in Gesprächen mit einigen Investoren, ließ Müller wissen. Es sehe ganz danach aus, als könnten die bestehenden Flächen vermarktet werden, was neue Steuereinnahmen in die Gemeindekasse spülen würde.

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