Bereits zum 17. Mal in Folge ließ es sich Hornhausens Bürgermeister Lothar Lortz nicht nehmen, die Schirmherrschaft über die Ausstellung der Geflügelzüchter zu übernehmen. Während seiner Eröffnungsrede lobte er nicht nur die Organisation der Schau, sondern verwies auch auf das hohe Niveau der ausgestellten Tiere und die Vielzahl der Züchter, die nicht nur aus Hornhausen kamen.

Hornhausen. Am Wochenende wurden von insgesamt 67 Ausstellern, unter anderem aus dem niedersächsischen Büddenstedt, Haldensleben und dem Bördekreis fast 550 Prachtexemplare an Wassergeflügel, Hühnern und Tauben präsentiert, die sich ununterbrochen lauthals bemerkbar machten. Von Kindern und Jugendlichen gehörten fast 100 Tiere zum Ausstellungsbestand und lockten an beiden Tagen eine Vielzahl Besucher in den Gemeindesaal. Das freute natürlich auch den Vereinsvorsitzenden des Hornhäuser Rassegeflügelzuchtvereines Bernd Riethausen, der zum jährlichen Höhepunkt im Vereinsleben der Hornhäuser Züchter auch zahlreiche Gastvereine begrüßen konnte.

"Der Hornhäuser Verein zählt derzeitig 33 Mitglieder aus Hornhausen, Jacobsberg und Hötensleben", teilte Vorstandsmitglied Dieter Ernst mit und verwies dabei auf zahlreiche Kontakte zu Züchtern aus anderen Orten, die eine derartige Rassegeflügelschau mit dieser Artenvielfalt überhaupt möglich machten. "Seit die Stallpflicht gelockert wurde, haben sich unsere Tiere weitaus besser entwickelt, so dass dieses Hobby nun wieder mehr Freude macht und erheblich einfacher ist", erklärte Ernst weiter.

Neben regelmäßigen Mitgliederversammlungen und Stallbegehungen untereinander zählt der jährliche Hahnenkrähwettbewerb zu einem sehr beliebten weiteren Höhepunkt bei den Hornhäuser Zuchtfreunden. "Hierbei wird genau gezählt, wie oft die Hähne unserer Züchter in einer Stunde krähen", sagte Ernst. Dass es dabei zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommt, beweist die Statistik der letzten Jahre. Einst krähte der Hahn von Zuchtfreund Ulrich Klopp insgesamt 128 Mal in einer Stunde. Dieser Rekord konnte bis heute nicht gebrochen werden. Der letzte Wettbewerb fand im Mai 2010 statt, wobei der Hahn von Züchter Dieter Ernst 67 mal sein Kikeriki ertönen ließ und als Sieger hervorging.

Zu weiteren Höhepunkten der Geflügelzüchter zählen die Teilnahme am jährlichen Landeserntedankfest in Magdeburg, am Jugendcamp auf der ehemaligen Badeanstalt und beim öffentlichen Teichfest in Hornhausen. "Wir wollen mit unserer Geflügelzüchtergemeinschaft die Rassegeflügelzucht weiterhin erhalten und das Tier in den Vordergrund stellen", berichtete Ernst weiter, wobei er mit Stolz auf den Nachwuchs an Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 16 Jahren zurückblickt. Diese werden gern in die Gemeinschaft der Erwachsenen integriert und erhalten manch lehrreichen Tipp und gut gemeinten Rat. "Auch unsere Züchterfrauen sollen hier nicht vergessen werden, denn sie unterstützen uns in allen Situationen und haben eine Riesenportion Geduld mit uns Männern", erinnerte Ernst.