Seehausen (skr). Wie bereits in der gestrigen Ausgabe der Volksstimme angekündigt, gab es zur "Stadt-Titel"-Thematik ein Gespräch im Innenministerium zwischen dem Seehäuser Ortschaftsrat Thomas Leitel (CDU) und Dr. Ulf Gundlach, Ministerialrat im Innenministerium Sachsen-Anhalt.

Thomas Leitel teilte gestern nach dem Gespräch mit dem Ministerialrat der Volksstimme mit, dass man ihm zugesagt habe, das "Stadt-Titel"-Problem erneut prüfen zu wollen. "Natürlich wurde auf die verbindliche Rechtslage verwiesen. Aber die mündliche Zusage aus dem Ministerium, erneut Lösungswege prüfen zu wollen, damit Seehausen sich vielleicht doch wieder ,Stadt Seehausen‘ nennen darf, stimmt mich positiv. Denn ein kategorisches ,Nein‘ gab es nicht!"

Zum Hintergrund: Der Seehäuser Ortschaftsrat und Ortsbürgermeister hatten sich Anfang Dezember mit einem öffentlichen Brief an Innenminister Hövelmann gewandt, mit der Bitte die Bezeichnung "Stadt" für die Ortschaft Seehausen doch wieder zuzulassen.

Das Ministerium hatte dem Ortschaftrat bereits vorab schriftlich mitgeteilt, dass es die Rechtsauffassung der Kommunalaufsicht des Landkreises Börde teile, dass die Bezeichnung "Stadt" nur von einer selbstständigen Gemeinde, in dem Fall von der "Stadt Wanzleben-Börde", geführt werden darf.