Quadratisch. Praktisch. Gut. So in etwa lässt sich die Spende umschreiben, die der Grundschule Wefensleben für ihr Computerkabinett zuteil wurde. Einem aufmerksamen Vater hatte es die Schule zu verdanken, dass sie in den Genuss neuer Monitore kam.

Wefensleben. TFT statt Röhre – flimmerfrei, gestochen scharf und platzsparend gestaltet sich der Unterricht am PC seit einigen Wochen in der Wefensleber Grundschule. Denn die Ausstattung des Computerkabinetts hat eine kleine technologische Auffrischung erfahren. 13 moderne Monitore – so genannte Flatscreens – bekam die Schule geschenkt. Die sind zwar nicht fabrikneu und haben schon etliche Betriebsstunden auf dem Schirm, aber für die Belange der Klassen eins bis vier reichen sie allemal, finden auch Schulleiterin Sabine Nieber und die für den Computerunterricht zuständige Lehrerin Maren Krüger: "Es handelt sich um ausgemusterte Firmengeräte, die uns der Vater eines Schülers verschafft hat."

Gemeint ist Harald Richter, der Papa von Tom Richter aus der dritten Klasse und Mitarbeiter eines Wolfsburger Unternehmens, das Bordnetze für Fahrzeuge entwickelt. Die Computertechnik werde dort in regelmäßigen Abständen ausgetauscht oder erneuert, was aber längst nicht heißt, dass die ausgedienten Geräte schon zum alten Eisen gehören – hat sich auch Harald Richter gedacht und bei der Firmenleitung für die Schule seines Sohnes kurzerhand einen Antrag gestellt. Mit Erfolg, denn noch vor den Weihnachtsferien konnten die Monitore in Wefensleben in Betrieb genommen werden.

"Bis dahin hatten wir hier nur die klobigen Röhrenbildschirme stehen. Die waren zum Teil schon ziemlich am Ende oder defekt und hatten so ihre Macken", sagt Maren Krüger. "Außerdem haben sie auf den Bänken viel Platz weggenommen, da wurde es eng, wenn zwei Schüler gleichzeitig an einem Rechner arbeiteten." Größter Dank gebühre somit Harald Richter für seinen Einsatz.

"Die Arbeit am Computer ist ein ergänzendes schulisches Angebot", erklärt Sabine Nieber. Alle Klassen von eins bis vier durchlaufen den PC-Unterricht an der "Lernwerkstatt", ein Programm, das vom Kopfrechnen über Textverständnis bis hin zu Allgemeinwissen auf vielfältige Weise unterschiedliche pädagogische Anwendungen bietet.

Die Rechner dafür sind übrigens auch sämtlich aus Sachspenden gespeist, ausrangierte PCs, die Eltern oder Betriebe der Schule überlassen haben. Demzufolge haben auch die schon gewissermaßen fast das technologische Rentenalter erreicht. "Neue" Computer seien daher immer erwünscht, so Nieber. Wer einen ausmustern möchte, könne sich gern an die Schule wenden.

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