Zwar sagen die Meteorologen für die nächsten Tage auch leichten Schneefall voraus. So schneereich wie der Dezember sich gezeigt hat, soll es aber zunächst nicht werden. In den Orten der Westlichen Börde ziehen die Bürgermeister eine erste Winterbilanz.

Westliche Börde. Dietmar Hobohm, Bürgermeister der Gemeinde am Großen Bruch, ist des Lobes voll für die Anwohner. "Die meisten Anlieger haben in allen vier Ortsteilen regelmäßig ihren Räumdienst geleistet", erklärte er. Und auch die Gemeinde habe stets versucht, Bushaltestellen, Gehwege und Plätze vom Schnee zu befreien. Trotzdem habe es einige gegeben, die während der ganzen schneereichen Zeit nicht einmal vor ihren Häusern Schnee geschoben haben. "Da ist es auch beim nächsten Mal Aufgabe des Ordnungsamtes, Bußgelder zu verhängen", macht Hobohm seinen Unmut deutlich. Schließlich seien die Anlieger per Straßenreinigungssatzung dazu verpflichtet. Dazu gehört etwa, den Gehweg sowie wenigstens einen Gehspalt von 1,50 Meter freizuschaufeln, falls kein Gehweg vorhanden ist. "Und dann darf der Schnee auch nicht auf die Straße befördert werden", macht er noch einmal ein allgemeines Problem deutlich und weist darauf hin, dass schließlich die Durchfahrt für Krankenwagen oder Feuerwehr gewährleistet bleiben müsse.

In Gröningen ist Bürgermeisterin Renate Hillebrand ebenfalls recht zufrieden, wenn sie auf die schneereichen Wochen zurückblickt. "Mit unseren Stadtarbeitern ist das super gelaufen. Es besteht eine Prioritätenliste, wo zuerst geräumt werden muss und das hat geklappt - wochentags sowie am Wochenende." Besonders gefreut habe sie, dass die Anwohner die Schneemassen auch selbst abgefahren haben, zum Beispiel in den kleinen Querstraßen in Richtung Bode. "Da haben die Bürger zum Beispiel mit Hilfe eines Handwagens den Schnee weggebracht." Außerdem seien Nachbarn sich gegenseitig zur Hand gegangen, etwa um der älteren Generation zu helfen.

Auch in Kroppenstedt, so bilanziert Bürgermeister Joachim Willamowski, habe man die harten Winterwochen gut überstanden. Was dem Stadtoberhaupt missfiel, war die Forderung, mit Salz zu streuen. "Wir stumpfen einfach nur mit Sand ab. Zum ewigen Schrei nach Salz muss man sagen, dass damit nicht auf Dauer gearbeitet werden kann. Das geht zu Lasten der Umwelt und ist auch nicht gut für die Straßen", erklärte er auch mit Blick auf mögliche Schäden für die Bausubstanz.

In Ausleben heißt es für eine erste Bilanz von Ortschef Karlheinz Röper: "Es ist positiv verlaufen. Sowohl die Anwohner als auch unsere Leute haben sehr gut geräumt." Auch in Ausleben gibt es eine Prioritätenliste, welche Flächen die Gemeinde freizuhalten hat – vor Schulen, an Bushaltestellen, auf Plätzen. Und das habe gut geklappt, findet der Bürgermeister, angesichts der Schneemassen, die in dieser Zeit angefallen sind.

Die vier Gemeinde- und Stadtoberhäupter hoffen, dass der Winter sich für dieses Jahr nicht noch einmal so streng präsentiert.

 

Bilder