Mehrere hundert Eltern und Großeltern besuchten mit ihren Kindern und Enkeln den Tag der offenen Tür am Gymnasium in Oschersleben sowie an der Sekundarschule "A.S. Puschkin", die parallel in ihre Häuser eingeladen hatten.

Oschersleben. Mehr als 120 Eltern waren allein in die Aula des Gymnasiums geströmt, wo sie von Schulleiter Dr. Bernd Malkowski sowie von Oberstufenkoordinator Peter Kothe alles rund um die Schulzeit am Gymnasium erfuhren. Der Schulleiter zeigte in seiner Begrüßungsrede Verständnis, dass es für die Eltern sicher nicht einfach sei, im heutigen Bildungssystem zu wissen, was das Richtige für ihren Nachwuchs ist. Zugleich stellte er ihnen das Gymnasium als einen Ort vor, an dem die Jungen und Mädchen "Kinder sein sollen, die lernen und nicht Schüler, die ausgebildet werden". Er werbe jedes Jahr bei seinen Lehrern dafür, eine besondere Perspektive auf jedes Kind einzunehmen. Schließlich sei auch jeder etwas Besonderes und so heißt das Schuljahresmotto: "Jeder kann eine neue Welt erschaffen." Die Eltern klatschten Beifall, auch für die musikalischen Vorträge der Schüler. Anschließend konnten sich die Besucher im Lehrgebäude II in der Bruchstraße umsehen: In den Räumen der Physik, der Biologie, bei den Sprachfächern und all den anderen Bereichen, die künftig zum Alltag der Kinder gehören werden, in dem sie auch viele außerschulische Aktivitäten auf dem Weg zum Abitur begleiten werden. Die feierliche Aufnahme ans Gymnasium ist im August.

Dann erwartet auch die Sekundarschule "A.S. Puschkin" ihre neuen Fünftklässler, die am Sonnabend mit ihren Eltern schon einen Blick in die Klassenräume warfen. Experimente gab es im Physikraum zu sehen, Luftballons konnten im Kunstraum gestaltet werden, wo auch eine kleine Ausstellung der Neuntklässler zeigte, wie Biologie-Projekte bei Exkursionen umgesetzt werden – all das kommt auch auf die zukünftigen Sekundarschüler zu. Sie zeigten sich zumeist noch etwas schüchtern, aber interessiert.

Etwas Besonderes ist dabei das Kanu-Projekt, das Sportlehrer Maik Seemann seit sechs Jahren anbietet. Dabei geht es mit schuleigenen Kanus und Zelt für eine Woche in die Natur. "Das haben wir in den Sportunterricht integriert, und es ist seit diesem Schuljahr auch im Lehrplan für Sport anerkannt", freut sich der Lehrer, der zum Tag der offenen Tür viele Fotos dieser Touren ausstellte. Das Pendant dazu ist ein Ski-Kurs, der die Schüler für eine Woche nach Südtirol führt.

   

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