Winterzeit ist Wanderzeit. So auch in Domersleben und Klein Germersleben. Bei herrlichem Wanderwetter starteten einige Wanderlustige gestern, um erst die Schönheit der Natur zu entdecken und sich anschließend mit deftigem Grünkohl zu stärken.

Domersleben / Klein Germersleben. "Ist ja etwas Schönes, wenn man an der frischen Luft ist", brachte es Günther Mendt gestern Morgen in Domersleben auf den Punkt. Gemeinsam mit seinem Mitstreiter von der Jagdpächterge- meinschaft Domersleben, Eberhard Träger, übernahm er auch in diesem Jahr wieder die Führung bei der Domersleber Grünkohlwanderung. Der Domersleber Förderverein organisiert seit Jahren im Januar oder im Februar eine derartige Wanderung, die beim gemeinsamen Grünkohlessen ihren gemütlichen Abschluss findet.

Als Günther Mendt und Eberhard Träger im Vorfeld die Feldwege abgefahren waren, mussten sie feststellen, dass einige Wege aufgrund der nassen Witterung unpassierbar waren. So entschlossen sich die Wanderführer, die Gruppe westwärts zu führen. Entlang der Strecke über den Berglingsweg, das Tiefental und den Obersten Sohlweg gab es in der Natur viel zu sehen, zum anderen konnte auch die eine oder andere Episode zur Geschichte zum Besten gegeben werden. "Wir hoffen auf gute Sicht", sagten Träger und Mendt noch, bevor sie mit den über 50 Wanderlustigen am Schafhof aufbrachen. "Es ist auch schön, dass sich auf diese Weise Neubürger und Alt-Domersleber treffen", meinte Günther Mendt.

Und genau deshalb wurde auch gleich zu Beginn der etwa fünfeinhalb Kilometer langen Wanderung die Streckenführung noch einmal leicht geändert. Über den Schulhof ging es in die Martin-Selber-Straße, damit sich alle Wanderer noch einmal von dem Straßenzustand vor den geplanten Bauarbeiten und der gerade erfolgten Baumfällaktion ein Bild machen konnten.

Ebenfalls seit Jahren schon lädt der Heimatverein Klein Germersleben zu Jahresbeginn zu einer kleinen Winterwanderung ein. "Sonst haben wir uns immer unterwegs mit den Blumenbergern getroffen, da die aber in den Karnevalsvorbereitungen stecken, hat das diesmal nicht geklappt und wir wandern allein", erklärt Werner Könnecke, der die Wanderung organisiert hatte, vor dem Start am Dorfgemeinschaftshaus. Nachdem die Wanderer anschließend in Richtung des ehemaligen Bahnhofs aufgebrochen waren, ging es auf einer ausgebauten Betonstraße in Richtung Bottmersdorf. "Diesen Weg kann man bei jedem Wetter nutzen", erklärte Könnecke die Vorteile. Da die meisten, die unterwegs waren, auch Mitglied im Verein sind, wurde natürlich unterwegs auch über die kommenden Vorhaben des Vereins diskutiert. So stehen beispielsweise im nächsten Monat ein Heimatabend und im Mai eine Kanutour auf der Biese in der Altmark an. Ansonsten trifft sich der Heimatverein einmal monatlich und im Winter stehen auch regelmäßig Kartenabende im Veranstaltungsplan.

Bei der sechs Kilometer Winterwanderung war eine Gaststätte in Bottmersdorf das Ziel, wo bereits der Grünkohl in den Schüsseln dampfte.

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