Oschersleben. Überrascht und erfreut zeigten sich Fachjury, Publikum und Teilnehmer am Regionalfinale "Jugend musiziert" für Akkordeon-Ensemble: Alle fünf teilnehmenden Musikergruppen schafften es ins Landesfinale, darunter eine von der Musikschule Oschersleben. Chefjuror Armin Hartwig sagte zur Verkündung der Ergebnisse: "Die Vorträge waren so herrlich. Wir konnten einfach nicht anders."

Herrlich war nach Hartwigs Ansicht, dass alle Ensemble, die unter anderem aus Staßfurt, Dessau, Magdeburg und auch aus Oschersleben kamen, auf sehr hohem Niveau gespielt haben. Entscheidend ist dabei vor allem auch das Zusammenspiel und wie die jungen Musiker für ihre Stücke verschiedene Stilrichtungen auswählen und realisieren. "Die Leistungsdichte war immens", schloss Hartwig. Es seien eben wenige Teilnehmer gewesen, dafür aber sehr hochkarätige. Alle Ensemble erhielten mindestens 23 Punkte – das ist die Qualifikation für das Landesfinale. Das wird im März ausgetragen.

Die Oschersleber Mädchen überzeugten ebenfalls mit dieser Punktzahl und freuten sich. Akkordeonspielerin Jana Nele Möller: "Bisher hatten wir nur im Orchester gespielt. Jetzt nur zu fünft. Da vorn zu sitzen und auch noch ohne Dirigent war schon komisch." Trotzdem haben die Übungsstunden der fünf Mädchen gereicht, hier überzeugend aufzutreten. Mit Blick auf die neue Herausforderung heißt es nun "üben, üben, üben", wie Elisa Kienitz betont, bevor die Mädchen nach diesem aufregenden Wettbewerb in den Sonntagnachmittag verschwinden. Der Oschersleber Musikschulleiter Hartmut Sievert ist vom Ergebnis erfreut: "Da kann man nur zufrieden sein. Ein solches Ergebnis in der Kürze der Zeit zu erzielen, ist wirklich gut." Zum Hintergrund: Das Oschersleber Akkordeonquintett mit den fünf Mädchen spielt erst seit wenigen Monaten in dieser Formation. Zuvor waren sie Teil des Jugend-Akkordeon-Orchesters, das sich altersbedingt auflösen musste.

 

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