Am Sonnabend waren Mitglieder des Ummendorfer Trachten- und Brauchtumsvereins Gäste des Barneberger Heimatvereins "Born am Berge". Die Gäste hatten schon mehrmals signalisiert, an einer intensiveren Kontaktaufnahme interessiert zu sein. Also machte man nun Nägel mit Köpfen.

Barneberg. Vertreter aus Barneberg hatten auch schon Veranstaltungen des Trachten- und Brauchtumsvereins besucht und bei dieser Gelegenheit eine Einladung zum Gedankenaustausch und weiterem Kennenlernen ausgesprochen. Gern waren die Ummendorfer dieser am Wochenende gefolgt – und die Gäste kamen natürlich nicht mit leeren Händen. Sie überreichten Joachim Meier als Vorsitzendem des Heimatvereins mehrere Kaffeekannen für die Kulturscheune, wo die Porzellanstücke – aufgehängt an den Deckenbalken – gesammelt werden. Darüber hinaus gab es selbstgemachten Quittenlikör, der bei der nächsten Mitgliederversammlung verkostet werden soll, wie Meier sodann ankündigte.

Nach der Begrüßung und gegenseitigen Vorstellung gewährte Joachim Meier einen kurzen Einblick in das abwechslungsreiche Vereinsleben der "Born am Berge"-Mitglieder. Dazu zählen neben der Pflege der niederdeutschen Mundart auch immer wieder Fahrten in die nähere und weitere Umgebung, bei der so manch schönes Plätzchen der Heimat entdeckt wurde. Für die Ummendorfer übernahm Sigrid Prier in Vertretung der verhinderten Vorsitzenden Kerstin Blume den Part der Vereinsvorstellung und dessen Arbeit in der Gemeinde.

Den gemeinsamen Nachmittag läutete man dann mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken ein. Die Barneberger hatten ein reichhaltiges Buffet mit selbstgebackenem Kuchen vorbereitet. So gestärkt, lud Joachim Meier danach alle zu einer Führung durch die Räume der Gemeinde und die Kulturscheune ein. Dabei wusste er von der wechselvollen Geschichte der Jugendstil-Villa des ehemaligen "Rüben-Barons" Hundertmark zu berichten. Was man aus einem Kuhstall alles machen kann, davon zeugt die Kulturscheune mit ihrer viel genutzten Kegelbahn. Die Gäste zeigten sich von den vielfältigen Räumlichkeiten sichtlich beeindruckt. Besonders hat ihnen das Trauzimmer in der Gemeinde gefallen.

Dem Anschauen folgte dann das Ausprobieren: mit einem Kegelturnier ging man zur Geselligkeit über. Schnell waren zwei Mannschaften aus je neun Frauen und Männern gebildet, die in einen sportlichen und fairen Wettkampf traten. Dabei mussten sich die Frauen knapp mit 786 Punkten den Männern mit 789 erreichten Punkten geschlagen gegeben. Der Spaß stand dabei jedoch eindeutig im Vordergrund, besonders wenn es hieß "alle Neune".

Während des Kegelwettkampfes konnten sich die Anwesenden anhand von Fotomappen über das Vereinsleben in Barneberg informieren und einen Blick in die neueste Ausgabe der Heimatzeitung werfen.

Allen Beteiligten – das war der einhellige Tenor – hat dieser gemeinsame Nachmittag viel Freude bereitet. Man ist sich einig: "So etwas müssen wir unbedingt mal wieder unternehmen!" Die Gäste aus Ummendorf bedankten sich für den herzlichen Empfang in Barneberg. Diese gemeinsame Veranstaltung wird sicher nicht die letzte bleiben.