Zielitz. Knisternde Premierenatmosphäre herrschte am Sonntagvormittag im Zielitzer Holzhaustheater. Die Schülerinnen und Schüler der Expertenklasse der Zielitzer Kinder- und Jugendschauspielschule hatten das Märchenspiel "Die Prinzessin und der Schweinehirt" einstudiert.

Bevor aber das Märchen nach einer Vorlage von Hans Christian Andersen auf die Bühne kam, wärmten sich die Schauspielschüler ein wenig mit Improvisationstheater auf. Das war auch für das Publikum vergnüglich, das in großer Zahl zur Spielstätte gekommen war.

Und dann fiel der Vorhang für das Märchen vom Prinzen, der als Schweinehirt das Herz der Prinzessin erobert. Die Jugendlichen spielten, dass es eine Freude war, ihnen zuzuschauen. "Sie haben etwa ein Jahr im Schauspielunterricht daran gearbeitet. Zuletzt gab es noch einige Extraproben", verriet Sigrid Vorpahl, Leiterin der Kinder- und Jugendschauspielschule, "den Mädchen und Jungen hat besonders gefallen, dass sie selbst kreativ sein durften und kaum Text auswendig lernen mussten." Anleitung hatten sie dabei durch die Dozenten Dima Djouglarska sowie Sigrid und Bernd Vorpahl.

So entspann sich ein munteres Spiel auf der Bühne. Das Publikum merkte den Schauspielern die Freude am Spielen regelrecht an und quittierte das am Schluss mit einem Riesenapplaus. Sonderbeifall bekam Jonas Samsel. Der Darsteller des Prinzen Clemens von Kleinreich hatte noch in der Nacht vor der Premiere mit Fieber zu kämpfen. Doch der junge Mann aus Schricke ließ die Premiere nicht platzen.

Erstmals wurde für die Märchenvorstellung kein Eintritt erhoben. Das Publikum sollte selbst entscheiden, was ihm das Theatererlebnis wert war. Und das war eine ganze Menge. Die jungen Schauspielschüler konnten 210 Euro für das Schulgeldprojekt der Hoffnungsgemeinde Magdeburg überweisen. Damit können im tansanischen Njombe vier Kinder ein halbes Jahr die Schule besuchen.

"Die Prinzessin und der Schweinehirt" steht am 27. März erneut auf dem Spielplan. Der Eintritt ist frei. Es wird um Platzreservierung gebeten.