Auge sei wachsam, Tretminen lauern überall – das Problem mit dem Hundekot kennen viele Kommunen und auch viele Bürger im Sülzetal ärgern sich darüber. Doch wie dieses Problem lösen?

Sülzetal. Immer wieder muss sich das Ordnungsamt der Gemeinde Sülzetal die Klagen der Bürger über den Hundekot auf Grünanlagen oder Gehwegen anhören. Viele, nicht alle, Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner laufen und es ist ihnen ziemlich egal, wo überall die Hunde ihre Haufen hinterlassen.

"Doch wenn Sülzetaler bei uns anrufen und sagen, der und der hat den Hundekot nicht entfernt und will selbst anonym bleiben, hilft uns das nicht weiter. Wer derartige Dinge anzeigt, muss auch bereit sein, öffentlich dazu zustehen. Erst dann können wir Buß- oder Ordnungsgelder erheben", erklärt Ordnungsamtsleiter Rudi Wenzel.

Zur "Presserunde" in der Gemeindeverwaltung stellte er ein besonderes "Geschenk" vor, welches möglicherweise Hundebesitzern mitgegeben wird, melden sie ihren Hund in der Gemeinde an. In dem kleinen Behältnis, in Formen eines Hundeknochens, lassen sich Beutel für den Hundekot finden. Das kleine Behältnis kann am Halsband des Vierbeiners befestigt werden oder Herrchen oder Frauchen, stecken es in die Jacke oder machen es am Gürtel fest. "Vielleicht sollten wir uns durchringen, einige solcher Behältnisse zu erwerben", meinte Rudi Wenzel.

Andererseits sollte die Gemeinde dann überprüfen, ob in den Ortschaften ausreichend Papierkörbe vorhanden sind, wo die Beutel entsorgt werden können, wenn keine zusätzlichen Hundekotbehälter aufgestellt werden sollen.

Gechipte Hunde, bessere Kontrolle

Derzeit sind in der Gemeinde Sülzetal 978 Hunde angemeldet. Doch Rudi Wenzel ist sich sicher: Die Dunkelziffer nicht angemeldeter Hunde ist viel höher, "schwarze Hunde" gibt es wohl doppelt so viele.

Nach dem Hundekot ein weiteres Problem, doch es wird sich irgendwann lösen, denn alle Hunde, die nach 2009 geboren werden, müssen gechipt sein. Die Gemeinde verfügt über ein Lesegerät, welches den Chip erkennt. Werden also Hunde unterwegs angetroffen, könne so an Ort und Stelle festgestellt werden, woher der Hund ist, ob dafür Steuern gezahlt werden.

In jedem Fall möchte die Gemeinde Sülzetal wieder mehr kontrollieren, ob Halter ihre Hunde tatsächlich angemeldet haben oder nicht.