Für die Kloster Gröninger soll ein Heimatbuch entstehen. Eine Arbeitsgruppe recherchiert seit dem vergangenen Sommer dafür. Mitte der Woche haben sich die Beteiligten zu einer Beratung getroffen, um erste Ergebnisse zu diskutieren. Dabei zeigte sich auch, dass die Hilfe der Kloster Gröninger noch gebraucht wird.

Kloster Gröningen. Ralf Staufenbiel zeigt die Gliederung, die für das künftige Heimatbuch vorgesehen ist. Einige Punkte sind in schwarz, andere in roter Tinte gedruckt. Rot bedeutet: Diese Kapitel müssen noch erarbeitet und geschrieben werden. Und weil das sehr viel Arbeit ist, hat sich der Heimatforscher Staufenbiel Hilfe geholt. Eine Arbeitsgruppe wurde im vergangenen August aus der Taufe gehoben, in der die nun fünf Beteiligten jeweils einige Themenschwerpunkte übernommen haben. Winfried Walter tüftelt an einer Zeittafel für den Ort Kloster Gröningen. Marlen Eisemann sucht Informationen zur Bodenreform zusammen und will die LPG-Entwicklung ergründen. Uwe Reinhard, ein Gröninger, der heute in Wildau lebt, sorgt für die grafische Bearbeitung von Fotos sowie für kleine Gedichte und Geschichten. Sabine Koch hält die Fäden für die Erarbeitung der Geschichte der Klosterkirche in der Hand. Hier will Staufenbiel noch Kontakt zum Landesamt für Archäologie aufnehmen und hofft auf Material, das weiterhilft. Auch ein Besuch im Landesarchiv in Magdeburg steht für die Arbeitsgruppe noch aus. Bislang haben sie aber schon jede Menge Fotos, Urkunden oder Zeitzeugenberichte zusammengetragen. Staufenbiel sammelt seit zehn Jahren alles, was er kriegen kann. "Bislang gab es zwar Abhandlungen zur Klosterkirche hier in Kloster Gröningen. Jedoch hat der Ort keine eigene Chronik", zeigt Staufenbiel den Hintergrund auf. Themen sollen Landschaft, Klima, Brauchtum, Handwerk, Landwirtschaft, Geschichte, Alltagsleben und Tiere sein. Und bei der Erarbeitung dieser Themen würden sich die Arbeitsgruppen-Mitglieder freuen, Hilfe der Kloster Gröninger zu erhalten.

Gesucht sind vor allem Episoden aus der Gröninger Geschichte sowie alte Häuseransichten für eine Collage mit Bildern von gestern und heute. Auch die Kleidung der Menschen ist interessant für die Gruppe. Offene Fragen sind: Wann erhielten die Straßen ihre Namen? Wann hat man das Denkmal auf dem heutigen August-Bebel-Platz umgesetzt und warum? Auch zur Bodenreform fehlen Informationen sowie zum alltäglichen Leben insgesamt in Kloster Gröningen. So gab es einst eine kleine Sauerkrautfabrik und die Chronisten fragen sich, wie man darin gearbeitet hat? Wer helfen kann, Material oder Augenzeugenberichte liefern kann, wendet sich an Ralf Staufenbiel unter der Telefonnummer (039 403) 9 24 10.

Bis zum Ende des Jahres 2012 soll das Heimatbuch fertig sein. Eine besondere Episode soll darin die 1075-Jahrfeier einnehmen, die in diesem Sommer gefeiert wird.

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