Vor einer Woche hat Dietmar Schmidt das Amt des Bürgermeisters in Ausleben angetreten. Volksstimme-Redakteurin Mandy Ganske sprach mit ihm über die ersten Tage im Amt und welche Herausforderungen nun auf ihn zukommen.

Volksstimme: Wie haben Sie die erste Woche im Amt erlebt?

Dietmar Schmidt: Ich würde sagen: Ganz normal. Da ich in den vergangenen anderthalb Jahren stellvertretender Bürgermeister war und mir mit Karlheinz Röper schon viele Aufgaben geteilt hatte, war es ein langsamer Übergang und kein Sprung ins kalte Wasser.

Volksstimme: Freuen Sie sich auf die nächsten sieben Jahre? Wie gehen sie die an?

Dietmar Schmidt: Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Wir versuchen, es so zu machen, wie wir es in den vergangenen Jahren gemacht haben: Den Arbeits-alltag, der in der Gemeinde aktuell und in absehbarer Zeit anliegt, Stück für Stück abzuarbeiten.

"Viele sprechen mich auf der Straße an"

Volksstimme: Welche Aufgaben sind es denn, die aktuell und in den nächsten Wochen auf Sie warten?

Dietmar Schmidt: Da der Frost jetzt langsam aus dem Boden herausgeht, gehen die Bauaktivitäten in Ausleben und Ottleben wieder los. Wir hatten gerade auch Bauberatung. Gestern ging es in Ottleben im Kreuzungsbereich Triftstraße mit dem Bau der Schmutzwasserkanäle los. Im Bereich dieser Baustelle haben wir es jetzt auch mit Schwemmsand und Schichtenwasser zu tun – also mit einem komplizierten Bauvorhaben.

Volksstimme: Und wie geht es in Ausleben weiter?

Dietmar Schmidt: Ja, auf der anderen Seite werden in Ausleben in der Hauptstraße die noch fehlenden vier Hausanschlüsse hergestellt. Dann wird der Kanal zugeschottert, wobei die Straße noch bis Monatsende gesperrt bleibt. Bis dahin soll Asphalt aufgebracht werden. Und in Ausleben geht es parallel dazu weiter im Winkel. Dort werden die Schmutzwasser- und Regenwasseranschlüsse hergestellt und damit ist der Winkel vorerst auch als Schleichweg nicht mehr zu benutzen.

Volksstimme: Wo braucht man denn den Bürgermeister bei diesen Bauarbeiten?

Dietmar Schmidt: Im Baugeschehen vor Ort gibt es immer irgendwelche Probleme oder Anliegen, für die vor Ort sofort jemand eine Entscheidung treffen muss. Das liegt in der Kompetenz des Gemeinderates und des Bürgermeisters. Da ist es immer gut, wenn der Bürgermeister vor Ort und gut informiert ist - zumal es sich in der Regel um gemeindeeigene Straßen handelt. Dabei muss ich versuchen, meine persönlichen Termine mit denen, die in der Gemeinde anstehen, zu koordinieren. Das wird jetzt in den kommenden Wochen auch eine kleine Herausforderung, die auf mich zukommt.

Volksstimme: Wird es denn eine Sprechstunde für die Bürger geben? Und wenn ja, wann?

Dietmar Schmidt: Ja, die bisherige Sprechzeit im Bürgermeisterbüro wird nach wir vor angeboten. Das ist dienstags in der Zeit von 17 bis 18 Uhr. Wobei sich oft zeigt, dass zur Sprechzeit nicht so viele Leute kommen. Viele kommen auf der Straße auf mich zu und sprechen mich direkt an. Das war auch schon in meiner Zeit als stellvertretender Bürgermeister so.

Volksstimme: Haben Sie ein Motto oder einen Leitspruch, mit dem Sie in die Zeit als Bürgermeister schreiten?

Dietmar Schmidt: Einvernehmlich mit beiden Fraktionen im Ausleber Gemeinderat etwas für Ausleben zu bewirken und zu bewegen.

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