Der Anglerverein Oschersleben/Bode und Umgebung feierte 20jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass trafen sich die Angler zu einer Feierstunde, bei der etliche Petrijünger hohe Auszeichnungen erhielten.

Ausleben. "20 Jahre erfolgreiches Bestehen sind ein Grund zum Feiern", sagte Gerhard Kleve, Vorsitzender des Anglervereins Oschersleben/Bode und Umgebung. Deshalb hatte der Verein am Sonntag zu einer Feierstunde alle Mitglieder in den Gemeindekrug nach Ausleben eingeladen. Nicht nur die Mitglieder waren der Einladung gefolgt, sondern auch der Vizepräsident und der Geschäftsführer des Vereins Deutscher Sportfischer Sachsen-Anhalt (VDSF), Ulrich Wittnevel und Peter Hünermund, als Ehrengäste.

An der Feierstunde nahmen auch Mitglieder der befreundeten Anglervereine aus dem niedersächsischen Helmstedt, Editha und Fritz Jerkel sowie aus Schöningen Peter Schulze teil.

Zu Beginn der Feierstunde gedachten die Anwesenden, der im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder. Der Anglerverein Oschersleben/Bode um Umgebung kann auf 20 erfolgreiche Jahre zurückblicken. "Unsere Vereinsgeschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Wir sind nicht nur Angler, sondern auch Naturschützer", war dazu von einem sichtlich stolzen Vorsitzenden zu hören, der an einige Höhepunkte in der Vereinsgeschichte erinnerte.

Der Verein ist aus dem Kreisfachausschuss Oschersleben mit etwa 1 600 Mitgliedern, die in Orts- und Betriebsgruppen des ehemaligen Kreises Oschersleben organisiert waren, hervorgegangen. Diese alten Kreisgrenzen stellen auch heute noch das Einzugsgebiet des Vereins dar. Gegründet wurde der Verein am 6. Oktober 1990 und im Vereinsregister mit der Nummer 75 am 14. Januar 1991 eingetragen. Damit war der demokratische Erneuerungsprozess eingeleitet. Ein nicht immer leichter, aber immer spannender Weg bis zum heutigen Tag, wie vom Vereinsvorsitzenden zu hören war.

Die Freundschaft zu den niedersächsischen Anglern besteht schon seit der Zeit vor der Vereinsgründung. Ein Freundschaftsvertrag wurde bereits am 13. Januar 1990 geschlossen und zehn Jahre später pflanzte man gemeinsam eine Erinnerungseiche am Grenzdenkmal in Hötensleben.

Zu den Höhepunkten im Vereinsleben gehört das jährlich "Wiedervereinigungs-Angeln" in Helmstedt mit Gästen vom DAV Haldensleben. In den 90er Jahren wurden die Angelgewässer gepachtet, die den Mitgliedern noch heute zur Verfügung stehen. Dazu kamen im Jahr 1996 insgesamt 12 Kilometer des Flusses Bode. Dieser Streckenabschnitt wurde in Erbpacht für 99 Jahre erworben. 1994 besiegelten die Vereinsmitglieder den Austritt aus dem Deutschen Anglerverband und schlossen sich dem VDSF an. Damit ist der Verein über den Landesanglerverband maßgeblich an fischereirechtlichen Entscheidungen des Landes, wie dem Fischereigesetz, Jugendfischereischein und der Erarbeitung der Prüfungsordnung beteiligt.

Mit Sorge betrachtet der Verein allerdings die rückläufige Mitgliederentwicklung. Hier gilt es, in den kommenden Jahren eine aktive Jugendarbeit zu leisten. "Bei all der organisatorischen Arbeit kam das Angeln, die Freude an und in der Natur jedoch nicht zu kurz", verdeutlichte Kleve. "Wir bewirtschaften etwa 60 Hektar Gewässer, davon sind etwa die Hälfte Fließgewässer. Der Fischbestand und auch die jährlichen Fangergebnisse können sich sehen lassen."

Kleve dankte allen Vereinsmitgliedern und Förderern für die gute, geleistete Arbeit und wünschte allen Anglern den "Fang des Lebens" sowie eine unvergessliche Feierstunde. Mit einem Anglergedicht in dem es unter anderem heißt: "…der Angler sorgt, dass im Wasser auch was bleibt und angelt nicht um Geld und Gunst…", beendete der Vorsitzende seine Festansprache.

Anschließend dankte Manfred Schäckel im Namen aller Vereinsmitglieder dem Vereinsvorsitzenden Kleve für seine hervorragende Arbeit zum Wohle des Vereins.

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