In der mit rund 100 Besuchern und Beteiligten voll besetzten Badeleber Kirche ließ der hiesige Männergesangsverein am Sonntag sein alljährliches Frühlingskonzert erklingen. Dass die Vorbereitung darauf etwas unüblich und auch umständlich verlief, merkte man dem Programm nicht an.

Badeleben. Auch wenn es draußen dieser Tage wenig frühlingshaft anmutet, wurde der Lenz von den Badelebern aufs Herzlichste willkommen gesungen. Die Freude über dieses bereits dritte Konzert seiner Art – dem "Frohsinns"-Chor standen wieder ehemalige Schüler des Allertal-Gymnasiums musikalisch zur Seite – war bei allen groß. Ein fröhlich aufgelegter Gastgeber Peter Mücksch begrüßte die Anwesenden mit selbstgereimten Versen und wünschte in aller Heiterkeit einen unterhaltsamen Nachmittag. "Es ist schön, dass sich Traditionen nun schon über Traditionen hinweg halten, es auch immer wieder ein Publikum gibt, das sich an dem Einstudierten erfreut", stimmte der Pfarrer auf das Kommende ein, sowie das Glockengeläut verstummt war.

Per Vivaldi-Kanon dann sangen die Vortragenden den Frühling herbei. Dabei war das Gemeinschaftswerk im Vorhinein gar keine leichte Aufgabe. Zwar treffen sich die "Frohsinns"-Männer regelmäßig zum Übungsabend. Doch bei den einstigen Gymnasialen gestaltet sich das schon schwieriger, wie die Konzertbesucher alsbald erfuhren: "Wir sind inzwischen alle Azubis oder Studenten und überall verstreut. Noten und Texte für das heutige Programm wurden also vorab an jeden einzelnen verschickt, Absprachen per Telefon oder E-Mail getroffen", erklärten die ehemaligen Schüler. Erst am Tag vor dem Konzert kam man zu einer Probe in der Völpker Grundschule zusammen, die Generalprobe mit dem Männerchor dann erfolgte erst am Sonntagvormittag. Doch störte das alles wenig, denn immerhin verstehen die Musiker und Sänger etwas von ihrem Fach. Was nicht zuletzt an der gemeinsamen Schnittstelle in Person von Birgit Gollmer liegen dürfte. Die Musiklehrerin hatte einst die Schüler unter ihren Fittichen und den Kontakt bis heute gehalten. Für den Gesangsverein fungiert sie seit Jahren als Chorleiterin und dirigierte die mehr als 30 Beteiligten somit in gewohnt souveräner Manier durchs Programm.