Für insgesamt 2,3 Millionen Euro wird die Kreisstraße zwischen Schleibnitz und Langenweddingen saniert. Der größte Geldgeber ist dabei das Land Sachsen-Anhalt mit 1,8 Millionen Euro. Da darf Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre in Richtung Baubetrieb den Wunsch äußern: "Bleibt in den Kosten!" Worauf die prompte Antwort von Bauführer Frank Bäthge kam: "In jedem Fall!"

Langenweddingen/Wanzleben. Straßen verbinden und mit der Sanierung der Kreisstraße zwischen Schleibnitz und Langenweddingen wird nicht nur eine bessere Verbindung zwischen diesen beiden Orten geschaffen. In diesem Fall kann sogar davon gesprochen werden, dass Orte in den einst "alten" Landkreisen Börde und Ohre, schneller erreichbar sind. Zwischen Niederndodeleben und Langenweddingen liegt nun nicht mehr eine schreckliche Holperpiste. In Zukunft kann man getrost dem "Navi" folgen.

Allerdings erst ab September oder gar schon eher, wie es der beauftragte Baubetrieb, Altmark Bau, in Aussicht stellte.

In jedem Fall werden am Montag die Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße zwischen Langenweddingen und Schleibnitz beginnen. Wobei erste Arbeiten wie das Fällen der Bäume und die Erneuerung eines Brückendurchlasses bereits im vergangenen Jahr erfolgt sind, berichtete Landrat Thomas Webel. Die Kreisstraße stand auf der Prioritätenliste weit oben, deshalb gab der Kreistag schließlich sein JaWort für die Sanierung samt einem Zuschuss von 500 000 Euro aus der Kreiskasse.

Wunsch der Bauern nicht entsprochen

Den offiziellen Baustart mit dem obligatorischen ersten Spatenstich gab es am Mittwochnachmittag in Höhe des Gewerbegebietes Langenweddingen. Im Rahmen der Bauarbeiten werden Wirtschaftswege, Ackerzufahrten und die Straße in das Gewerbgebiet Langenweddingen an die Kreisstraße angebunden. Die Straße wird auf einer Länge von 4,3 Kilometern ausgebaut. "Der Ausbau der Kreisstraße ist eines von insgesamt rund 30 geförderten Straßenbauvorhaben in diesem Jahr", erklärte Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre beim ersten Spatenstich. "Mit künftig sechs Metern Breite entspricht die neuen Straße zwar nicht ganz dem preußischen Maß von 6,50 Metern, doch hier reicht die neue Breite völlig aus", so Dahehre. Insgesamt 2,3 Millionen Euro kostet der Straßenbau. Neben den 500 000 Euro vom Landkreis kommen 1,8 Millionen Euro vom Land. Es handelt sich hierbei um Mittel aus dem Entflechtungsgesetz und aus dem Konjunkturprogramm.

Von den Landwirten der näheren Umgebung war im Vorfeld der Wunsch geäußert worden, den Ausbau der Straße in den Herbst zu legen. Angesichts der schweren Böden in der Börde dürfte dann der Straßenausbau schwierig werden und deshalb lehnte der Landkreis den Wunsch der Bauern ab.

Ist die K 1163, die Kreisstraße zwischen Langenweddingen (B 81) und Schleibnitz (L 50) saniert, ist damit auch eine wichtige Verbindung zwischen einer Landes- und Bundesstraße geschaffen, die auch als Umleitungsstrecke und Stauumfahrung für die A 14 oder B 81 in Frage kommt, betonte Minister Daehre. Einige Langenweddinger, die als Gäste am 1. Spatenstich teilnahmen sehen die neue Straße ganz praktisch: "Dann können wir mal wieder mit dem Fahrrad zum Pizza essen nach Schleibnitz fahren", meinten sie.

Der Schleibnitzer Christian Kärsten hingegen war als Gast des ersten Spatenstiches noch einmal über die Holperpiste gekommen. Als Gäste konnten auch SPD-Landtagsabgeordnete Silke Schindler und als Vertreter der Stadt Wanzleben Olaf Küpper begrüßt werden. Auch einige Gemeinderatsmitglieder und Ortsbürgermeister der Gemeinde Sülzetal hatten sich um ersten Spatenstich eingefunden.