Wegen der guten Arbeit und sichtbaren Erfolge in der Kinder- und Jugendfeuerwehrarbeit von Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt wird das Projekt von allen Seiten gelobt. Doch der Vertrag für den Minijob der 45-Jährigen läuft Ende Mai aus. Nun soll der Klein Wanzleber Gemeinderat über einen Beschluss zur Verlängerung des Projektes fällen.

Wanzleben. Die Arbeit von Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt im Rahmen eines Mini-Jobs wird von allen Seiten gelobt. "Von einem Erfolgsprojekt" ist oft die Rede, wenn es darum geht den Kita-Kindern und Grundschülern die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen. Der Zulauf in den Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Gebiet der ehemaligen Verwaltungegemeinschaft "Börde" Wanzleben hat sich sichtlich verbessert. Die Begeisterung wächst in den Schulen angesichts der Kreativität der Löschmeisterin, die mit "Grisu" dem Feuerdrachen, dem selbstgebastelten Feuermelderhaus oder gemeinsam mit ihren in Schutzausrüstung gehüllten Kollegen die Gefahren von Bränden und die Arbeit der Wehr kindgerecht erläutert.

In einigen Schulen hat die Feuerwehrfrau auch Arbeitsgemeinschaften "Brandschutzerziehung" gegründet. Aktuell bastelt die Löschmeisterin aus Hohendodeleben an 800 Urkunden, die die Kinder, Lehrer und Erzieher erhalten, die an ihrer Brandschutzerziehung erfolgreich teilgenommen haben.

Ende Mai läuft der Mini-Job des Brandschutzerziehers für das Gebiet der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft "Börde" Wanzleben zum Monatsende aus. Doch wird der Vertrag für die qualifizierte Löschmeisterin verlängert? Die Volksstimme fragte bei Hauptamtsleiterin Martina Neshau nach, ob eine Verlängerung des Minijobs im noch zur Diskussion stehenden Haushalt eingeplant ist?

"Das Projekt soll verlängert werden. Die Ortschaftsräte, sowie die Wehrleiter haben sich bereits auf ihren Sitzungen dafür ausgesprochen, dass Frau Drebenstedt weiter als Brandschutzerzieherin arbeiten soll. Wir haben für das Projekt bereits eine Beschlussvorlage erarbeitet. Diese steht noch in diesem Monat auf der Tagesordnung des Klein Wanzleber Gemeinderates. Hier muss sie dann nur noch beschlossen werden", sagt Neshau. Doch wieso in Klein Wanzleben und nicht im Stadtrat der neugegründeten Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben Börde? Martina Neshau: "Der Minijob-Vertrag für die Brandschutzerzieherin lief schon vor der Gemeindegebietsreform über die Gemeinde Klein Wanzleben. Die Ortschaften der Verwaltungsgemeinschaft ,Börde‘ Wanzleben hatten sich vor über einem Jahr dazu entschlossen, gemeinsam diese Stelle zu schaffen. Jede Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft hat dann ihren Anteil für den Minijob vom eigenen Haushalt dazugegeben. In Klein Wanzleben konnte so vor einem Jahr die Stelle in den Haushalt aufgenommen werden. So soll es auch in diesem Jahr laufen. Nur das diesmal nicht die einzelnen Ortschaften mehr ihren Anteil für das Projekt an Klein Wanzleben zahlen werden, sondern die Einheitsgemeinde." Der Vertrag soll zudem laut Martina Neshau "bedarfsgerechter" überarbeitet werden. So sei beispielsweise die Einsatz-Nachfrage seitens der Kitas und Schulen für die Brandschutzerziehung so groß, dass die im alten Vertrag aufgeführten Stunden aufgestockt werden müssten.

Stadtwehrleiter Burkhard Wegner sprach in diesem Zusammenhang an, dass auch der Landkreis wieder prüfen wolle Stellen für das Thema Brandschutzerziehung zu schaffen.

Dazu sagte gestern Iris Herzig, Leiterin des Dezernates II des Landkreises Börde. "Wir sind gerade dabei einen Vorschlag zu entwickeln, wie wir als Landkreis in Abstimmung mit den selbstständigen Gemeinden wieder Stellen für Brandschutzerzieher schaffen könnten. Das Thema soll noch in diesem Jahr diskutiert werden, so dass, wenn das Modell der gemeinsamen Finanzierung Zustimmung bei den selbstständigen Gemeinden findet, 2011 in den Haushaltsplan mit aufgenommen werden könnte. Aber wie gesagt, dass sind zurzeit erste Überlegungen."