Salzwedel (mp). Die Polizei informierte die Mitglieder des Clubs der Volkssolidarität, wie sie nicht auf Betrüger reinfallen. Polizeikommissar Gerd Schönfeld vom Revier des Altmarkkreises Salzwedel warnte eindringlich vor dem Enkel-Trick. "Auch wenn sie mit dem Kopf schütteln, es fallen doch viele darauf rein. Bedenken sie, diese Menschen würden ihnen alles erzählen, nur um ihr Vertrauen zu erlangen und Geld zu bekommen", wies Gerd Schönfeld auf die Abgebrühtheit der vermeintlich Kriminellen hin. Sein Tipp: "Stellen sie den Anrufer fragen, bauen sie Eselsbrücken: fragen sie nach einem Verwandten, den es nicht gibt. Wird drauf geantwortet ,Ach, dem geht es gut‘ wissen, dass etwas nicht stimmt."

Rentnerin Helga Guhl berichtete, wie sich einst ein Fremder unter dem Vorwand, er wolle telefonieren, in die Wohnung schlich und die Geldbörse entwendete. "Lassen sie niemanden in ihre Wohnung, so glaubwürdig die Geschichte auch klingen mag. Kriminelle haben ein Gespür, wo sie nach Geld suchen müssen. Gern genommen sind Wäsche- und Kleiderschränke", appelierte der Polizist. Selbst bei Ordnungshüter sei Vorsicht geboten. Gerd Schönfeld: "Es gab Fälle, da haben sich Kriminelle als Polizisten ausgegeben und Bußgeld kassiert. Daher – immer die Dienstmarke zeigen lassen." Bei Mitarbeitern der Heizungsfirmen oder Versorgungsanbietern komme vor deren Besuch eine schriftliche Ankündigung. "Ansonsten lassen sie die Tür zu und fragen telefonisch nach ber der entsprechenden Firma, ob die einen Mitarbeiter geschickt haben", so der Hinweis zum Ende der Präventionsvernstaltung bei der Volkssolidarität am Südbockhorn.