Oschersleben. Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsanschlusses für das Internet (DSL) beschäftigte die Oschersleber Ratsherren auf ihrer jüngsten Bauausschusssitzung am Mittwochabend.

Um technische Details klären zu können, standen den Ausschussmitgliedern mit Wirtschaftsförderer Detlef Kohrs und Hans-Martin Schulze zwei echte Internetexperten beratend zur Seite. Schulze, der für die Firma HarzOptics bei der Antragstellung für die Fördermittel behilflich ist, nannte im öffentlichen Teil der Sitzung erstmals genaue Zahlen zum Breitbandausbau. Doch die lesen sich nicht allzu erfreulich für alle DSL-Interessenten in den Oschersleber Ortsteilen: Sollten alle Verfahren planmäßig durchlaufen sein, kann die Maßnahme dennoch wohl nicht vor November 2011 abgeschlossen werden. Mit dieser Aussage konfrontiert, wies CDU-Fraktionsvorsitzender Mathias Pfützner auf die Notwendigkeit des Breitbandzugangs gerade auch für die Gewerbetreibenden hin. Hier seien nicht nur die Betriebe rund um Oschersleben betroffen, sondern auch die Firmen im Oschersleber Gewerbegebiet. Schulze erklärte, dass an dem groben Zeitplan nicht viel zu rütteln sei, wohl aber Möglichkeiten bestünden, den Ausbau punktuell schneller durchzusetzen.

Auf der Sitzung tauchten auch erstmals konkrete Zahlen zum Kostenaufwand auf. Wirtschaftsförderer Detlef Kohrs: "Wir kalkulieren mit einem Gesamtvolumen von etwa 800 000 Euro, rechnen aber damit, dass wir unter diesem Wert bleiben." Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALF) beteiligt sich mit einer 90-prozentigen Förderung an dem Projekt. Der Eigenmittelanteil beliefe sich demnach auf unter 100 000 Euro.