Die mittlerweile dritte Auflage des "Ökotreffs" des Imkervereins Oschersleben und Umgebung führte die Naturfreunde in ein wahres Paradies für Tier- und Pflanzenliebhaber: Zwischen Bienenvölkern, Wald und Wiese tummeln sich auf dem Gelände von Heinz Miksch bei Emmeringen jede Menge Wildtiere, die aus dem Kleinod einen naturnahen Wildpark werden lassen.

Emmeringen. "Jetzt müssen Sie alle ganz still sein", bat Heinz Miksch seine Gäste um Ruhe. Vor wenigen Minuten hatte der Landschaftsgestalter auf seinem Gelände bei Emmeringen altes Brot und weiteres Futter ausgestreut. Doch nicht für die vielen Vögel, die mit ihren Gesängen die paradiesische Stimmung umrahmten, sondern für das Rehwild, das auf dem Gelände von Heinz Miksch lebt. Das Wild ließ sich nicht lange bitten, pirschte sich langsam an die Futterstelle heran und bot den Gästen einen Blick, wie man ihn sonst nur aus Tierparks kennt.

Der dritte "Ökotreff" des Imkervereins Oschersleben und Umgebung hatte am Wochenende nach Emmeringen geladen, um gemeinsam mit Gästen über Problemfelder der Landschaftsgestaltung zu sprechen. Vorsitzender Hans-Joachim Neumann sah insbesondere zwei Phänomene bedrohlich für die Imkerei im Kreis: "Uns geht allmählich die landschaftliche Vielfalt verloren zwischen all den ¿Rapswüsten‘ rund um Oschersleben. Und dann sind da natürlich noch die Versuchsfelder, die uns Kopfschmerzen bereiten." Unklar sei, so Neumann, wie sich die genmanipulierte Vegetation auf den Versuchsfeldern, wie etwa bei Üplingen, auf die Sammelbienen auswirken. "Wir sehen mit Besorgnis, dass auf diese Art in die Natur eingegriffen wird. Auch deshalb begrüßen die Imker das "Blühstreifenprogramm" des Landes. Dieses sieht vor, dass Ackerflächen nach der Ernte wieder begrünt werden, um den Bienenvölkern in der mageren Zeit ab Mitte Juli genügend Nahrung bieten zu können. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", freute sich der passionierte Imker Hans-Joachim Neumann über die Initiative des Landes.

Nachdem sich die Gäste des dritten "Ökotreffs" in Emmeringen vom Landschaftsexperten Heinz Miksch bei einer Führung die Pflanzenwelt rund um sein Gelände zeigen ließen, setzten sich die Naturfreunde bei einer gemütlichen Grillrunde zusammen.

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