Hohendodelebens Grundschüler wollen aus ihrem Schulhof eine "grüne Wohlfühloase" in einem kindgerechten Bewegungsraum schaffen. Zur Umsetzung der Idee haben die Kinder im Vorfeld bei einem Schülerwettbewerb die besten kreativen Vorschläge für die Umgestaltung zusammengetragen. Grundsätzlich soll der Schulhof neu strukturiert werden. Mit dem Projekt bewerben sich die Kinder bei der Gemeinschaftsaktion von Volksstimme und PSD-Bank "Ideen machen Schule". Bis zu 4000 Euro winken als Unterstützung für das Sieger-Projekt.

Hohendodeleben. Die abschüssige Schotterfläche des Schulhofes am Haupteingang der Hohendodeleber Grundschule wirkt trist, und das nunmehr seit 20 Jahren. Wenn es regnet bilden sich tiefe Regenspuren im Boden. Im Sommer staubt es. Unter dem Motto "Unser Schulhof soll schöner werden" hat die Grundschule sich nun bei der Aktion "Ideen machen Schule", bei der pfiffige Ideen gesucht werden, beworben, um das Gestaltungsproblem endlich anzupacken.

"Die Kinder haben sich dafür tolle Ideen einfallen lassen. Die besten Vorschläge dienten uns als Vorlage für unser Umgestaltungskonzept. Der derzeitige Zustand des Schulhofes schränkt die Bewegungs- und Spielmöglichkeiten der Schüler teilweise ein. Aufgrund der unebenen Bodenbeschaffenheit und der Raumaufteilung des Pausenhofes sind die Bewegungsräume nur teilweise kindgerecht", erklärt Schulleiterin Roswitha Sarpe. Deshalb soll der Schulhof neu gestaltet werden. "Der Spatenstich für dieses Projekt ist für dieses Jahr angedacht. Der Umfang der Arbeiten und die Bauzeit richten sich allerdings danach, was uns für finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Wir würden gern im Herbst beginnen und 2011 die Arbeiten abschließen wollen", sagt Roswitha Sarpe. Die Idee: Den Hof auf einem Abschnitt in verschiedene Stufen mit Ebenen, einteilen und darauf "grüne Terrassen" anlegen. So würde sich auch das Regenwasser nicht mehr ungebremst in den Boden spülen können. Auf den Terrassen sollen auch eine Kräuterecke und Hochbeete angelegt werden. "Das Bild, das wir für die Umgestaltung unseres Hofes im Kopf haben, ist dem Vorbild nachempfunden, wie die Landwirte ihre Felder oder Wiesen in Hanglage im Gebirge anlegen", erklärt die Schulleiterin. Außerdem soll ein Schattenplatz und eine Ruhe-Ecke entstehen. Hierfür sollen auch die beiden von den jeweils ersten Klassen gepflanzten Bäume des Jahres, ein Nussbaum von 2008 und ein Berg-Ahorn von 2009, in den Boden gebracht werden. "Jetzt stehen die Bäume noch auf dem Hof in Betonbehältern. Wir würden sie gerne im Herbst in den Boden bringen wollen", so Roswitha Sarpe.

Mit welchen Mitteln sich die Gemeinde an der Aktion beteiligen wird und kann, ist aufgrund des noch ausstehenden Haushaltes der Einheitsgemeinde unklar. Bisher fehlten der Gemeinde die finanziellen Mittel, um das Projekt zu ermöglichen.

In jedem Fall setzt schon jetzt die Schulleitung, um die Idee realisieren zu können, auf jede Menge Eigeninitiative

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