Glückwünsche und Ehrbekundungen hagelte es am Wochenende für die Sommersdorfer Feuerwehr zum 120-jährigen Bestehen. Leider gab es auch einen unschönen Zwischenfall. Der Tanz am Sonnabend wurde jäh unterbrochen und erlebte mit einem Polizeieinsatz ein unrühmliches Ende.

Sommersdorf. Alexander Grund, stellvertretender Wehrleiter der Sommersdorfer, wirkte am Montag noch ziemlich bedient, denn nicht ungetrübt verlief das Festwochenende der Jubiläumsfeuerwehr. Der feierliche Höhepunkt nämlich, das Tanzvergnügen am Sonnabend im Festzelt war am Ende kein solches mehr. "Schon der Umstand, dass wir doch recht wenige Leute außerhalb der Feuerwehr für einen Besuch mobilisieren konnten, war leicht enttäuschend", gibt Grund zu. Noch ärgerlicher aber war eine Auseinandersetzung zu fortgeschrittener Stunde, als es unter einigen unverbesserlichen Besuchern zu einer Prügelei kam – derart heftig, dass die Gastgeber sich gezwungen sahen, die Polizei auf den Plan zu rufen. "Gegen Mitternacht haben wir die Veranstaltung dann abbrechen müssen", äußerte Alexander Grund im Namen der gesamten Wehr sein Bedauern.

Immerhin brachte der neue Tag wieder etwas Aufmunterung. Zum musikalischen Frühschoppen mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr aus Süpplingenburg war die Stimmung wieder im Lot – und auch mit der Besucherzahl am Sonntagmorgen waren die Veranstalter zufrieden. Alexander Grund: "Wir haben alle Frühstücksmarken abgesetzt und so noch einen versöhnlichen Ausklang erlebt."

Mithin blieb der unrühmliche Vorfall Sonnabendnacht der einzige, wenn auch schwer verdauliche Wermutstropfen bei der 120-Jahr-Feier, die auch Schauplatz des Abschnittsausscheids im "Löschangriff nass" war. Zehn Vertretungen aus der Gemeindewehr Obere Aller beteiligten sich daran mit zwölf Mannschaften. "Schade, dass nicht alle Ortswehren ein Team gestellt haben", sagte Gemeindewehrleiter Reinhard Breitfelder, "aber das dürfte an der Vielzahl an Terminen und Veranstaltungen in den vergangenen Wochen liegen. Da stößt man personell schonmal an die Grenzen", verlieh er seinem Verständnis dafür Ausdruck. Zur Freude der Sommersdorfer schickten die nicht am Wettkampf beteiligten Wehren aber dennoch Delegationen auf den alten Sportplatz, die Glückwünsche überbrachten und auch am Festumzug teilnahmen. "Dafür und auch bei allen anderen Helfern und Gratulanten wollen wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken", so Alexander Grund.

Den Wettkampf, aufgeteilt in zwei Läufe, entschieden die Mannen von Hötensleben I für sich. Die Sommersdorfer freuten sich über den zweiten Platz sowie über die Siegerurkunde für die Frauen, die allerdings als diesmal einziger weiblicher Einsatztrupp zum Löschangriff angetreten waren.

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