Wanzleben / Dreileben / Altenhausen. Im Dreileber Feuerwehrgerätehaus war am Sonntag gegen 10. 30 Uhr alles für den " Ernstfall " vorbereitet. Hätte es also geregnet, hätten die Radler, die hier aus den Ortsteilen der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde und aus dem Zuckerdorf Klein Wanzleben zusammentrafen, den Imbiss zwischendurch auch unter dem geschützten Dach einnehmen können.

Aber Petrus hatte ein Einsehen und so brachen 80 gut gelaunte Radler um punkt 11 Uhr in Richtung Altenhausen auf. Über Drackenstedt, Bornstedt, Nordgermersleben und Emden ging es dem Ziel entgegen. " Wir wollten noch einmal in Nordgermersleben rasten, aber die Jugend hat Gas gegeben ", erklärte Klaus Wrüske als Tourismusbeauftragter der Stadt Wanzleben-Börde und Cheforganisator dieser Sarre-Tour im Nachhinein. Teilweise fielen die Radler durch die gleiche Kleidung ins Auge. Denn Sponsoren hatten es möglich gemacht, dass die angemeldeten Teilnehmer mit T-Shirts und Rucksäcken ausgestattet werden konnten.

Mit an Bord hatten die Radler einen Krug mit Wasser, das die Zuckerfee Franziska Tittler am Morgen in Wanzleben aus der Sarre geschöpft hatte. Die Hemsdorfer hatten diesmal die Schrote, die in dem Groß Rodensleber Ortsteil entspringt, leider nicht um einige Tropfen Wasser erleichtert.

Doch mit dem Sarrewasser waren die Radler aus dem Sarretal und ihre Gäste, die aus der Umgebung dazugestoßen waren, mit dabei als es während des Familien-Fahrrad-Festes im Schloss Altenhausen hieß : " Alles fließt zusammen ". Die Radfahrer aus allen Himmelsrichtungen hatten Wasser aus Flüssen und Bächen mitgebracht, um es in Altenhausen symbolisch zu vereinen. Doch nicht, wie im vergangenen Jahr, im Teich, sondern in einer Wanne wurden die Flaschen und Krüge entleert. Wasser aus der Aller in Weferlingen und Alleringersleben, der Ohre in Wolmirstedt, der Sarre in Wanzleben, der Spetze in Flechtingen, der Bode in Oschersleben, der Riole in Walbeck, der Jeetze in Immekath und des Mittellandkanals in Bülstringen flossen zusammen, um später als Gießwasser für einen neu gepflanzten Baum zu dienen. Auch Majestäten wie die Heidekönigin, die Bördekönigin, die Weferlinger Kirschkönigin und die Zuckerfee steuerten Wasser bei.

Ganze Zeitsprünge konnten die mehr als 2000 Besucher auf dem weitläufigen Gelände vollziehen. Von der Gegenwart ging es im Programm teils um Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit. Viele sportliche, Bewegungs- und Kreativangebote ergänzten das Spektakulum.

Der Hauptpreis zahlreicher Gewinnspiele an diesem Nachmittag ging an Gerald Thiede. Der Haldensleber konnte sich über ein neues Fahrrad freuen.