Dodendorf (car). Früher haben sie jeden Tag miteinander die Schulbank gedrückt, dann haben sich die ehemaligen Schüler der Schule in Beyendorf-Sohlen, die einst 1950 eingeschult wurden, lange aus den Augen verloren. Bis eines Tages ihr früherer Lehrer Manfred Sandner, der heute in Chile lebt, bei einem zufälligen Treffen sagte, dass er es gut finden würde, wenn es mal ein Klassentreffen geben würde. So war es am vergangenen Wochenende schon das dritte Mal, dass sich die einstigen Klassenkameraden trafen. Und nachdem zwei Jahre seit dem letzten Treffen vergangen waren, gab es natürlich auch diesmal reichlich zu erzählen.

Auf Einladung von Beate Schulze und Karin Wöhlert, die die Organisationsfäden in den Händen hielten, waren die Mitschüler beispielsweise aus Berlin, aus Zwickau und Thale, aber auch aus der näheren Umgebung, zum Dodendorfer Vereinsheim geeilt. Nachdem einige noch einmal ihrer ehemaligen Schule in Beyendorf-Sohlen, an der sie 1958 ihre Schulzeit beendet haben, sowie der Kirche einen Besuch abgestattet hatten, wurden gleich anschließend beim Kaffeetrinken die ersten Erinnerungen aus getauscht.

"Weißt du noch ...?" hieß es immer wieder. Und auch das Stöbern in den alten Bildern machte Spaß. "Man findet immer mehr in der Erinnerung, wenn man sich trifft", waren sich die Teilnehmer des Klassentreffens sicher. Und als Manfred Sandner vom jüngsten Erdbeben in seiner heutigen Heimat Chile berichtete, lauschten sie wie früher in der Schule seinen Worten.

Am Abend überraschte der Dodendorfer Heimatverein noch die Feiernden mit einem kleinen Programm. Gemütlich klang der Abend aus und am Schluss stand fest, in zwei Jahren treffen wir uns wieder. Dank der Recherche beim ersten Klassentreffen sind alle Adressen vorhanden und so dürfte es auch für den nächsten Termin nicht schwer sein, den Kontakt zwischen den Mitschülern zu knüpfen.