Dass im Gotteshaus zu Druxberge Konzerte stattfinden, ist nichts Ungewöhnliches. Auch nicht, dass dies Benefizveranstaltungen sind, also einem guten Zweck dienen. Nicht unbedingt üblich jedoch ist es, wenn zwei junge Frauen im Alter von gerade mal 20 Jahren das verantwortliche Gespann bilden.

Druxberge. Julia Brünig und Janine Wagner war es ziemlich egal, ob das von ihnen organisierte Konzert nun ein gewöhnliches oder ungewöhnliches ist. Sie wollten einfach nur so viel Geld wie möglich für das Kinderhospiz "Sonnenhof" in Berlin sammeln. Dort war die aus Druxberge stammende Julia Brünig, die mit ihrer Eilsleber Freundin Janine derzeit in Rostock dem Lehramtsstudium nachgeht, im Rahmen eines Seminars im vorigen Jahr zu Besuch und sehr angetan von der sozialen und seelsorgerischen Arbeit, die dort geleistet wird. "Die Einrichtung ist aber komplett auf Spendengelder angewiesen. Da kam uns die Idee zu helfen, indem wir auf unsere Kontakte zur Kreismusikschule zurückgreifen und ein Benefizkonzert veranstalten", erzählt Julia Brünig.

Die Musiker aus Oschersleben und Haldensleben ließen sich nicht lange bitten, und auch die evangelische Kirchengemeinde zeigte sich für das Vorhaben begeistert, stellte die Kirche gern zur Verfügung.

"Dafür bedanken wir uns natürlich herzlich", sagte Julia Brünig nach dem Konzert. Noch mehr Dank aber galt den vielen Besuchern und Spendern, die am Ende für ein fast unglaubliches Ergebnis sorgten. Einen Erlös von mehr als tausend Euro, genau ein Betrag von 1081,31 Euro, hat die Benefizveranstaltung mit Konzert und Kaffeebuffet eingebracht. "Das ist toll! Unsere Erwartungen wurden absolut übertroffen. Damit hätten wir nie gerechnet", meinte eine hocherfreute Julia Brünig. Das Hospiz wisse bereits über die zu erwartende Summer Bescheid. Die beiden Studentinnen wollen persönlich nach Berlin fahren, um das Geld zu überbringen.

20 Musikschüler waren an dem Konzert beteiligt – drei Instrumental- und ein Gesangsensemble – und gaben ein bunt gemischtes Repertoire quer durch die Genres zum Besten. Rund 120 Gäste hatten dem Programm beigewohnt – und viele von ihnen verteilten dickes Lob an die zwei jungen Frauen. "Ich glaube, es waren alle begeistert. Viele haben sich persönlich bei uns bedankt, und manche waren sogar zu Tränen gerührt, weil wir so etwas für hilfsbedürftige Menschen organisiert haben", sagt Julia. Die Vorbereitung habe zwar "relativ viel Stress" verursacht, doch habe sich letztendlich "jede einzelne Minute gelohnt".