Bei einem Tag der offenen Tür ist am Sonnabend im Beisein von rund 200 Gästen in Hohendodeleben das neue Löschfahrzeug LF 20/16 feierlich übergeben worden. Die Kommune investierte 244 000 Euro. Ortsbürgermeister Wolf-Burkhardt Bach übergab symbolisch die Schlüssel für das Fahrzeug an Ortswehrleiter Jörg Drebenstedt. Die Begeisterung im Ort war so groß, dass das Fahrzeug bis zur Übergabe mit bemalten Bettlaken verhüllt blieb.

Hohendodeleben. Es war zwar nicht die Fläche des Reichstages, den einst der Künstler Christo verhüllte, dafür aber die Maße eines acht Meter langen und 3,5 Meter hohen Löschfahrzeuges vom Typ LF 20/16, dass in Hohendodeleben unter rund 70 Quadratmetern Bettlaken komplett verschwand.

Da kam selbst Innenstaatssekretär Rüdiger Erben, der bei zahlreichen Feuerwehr-Fahrzeugübergaben im ganzen Land schon oft dabei gewesen war, nicht aus dem Staunen raus: "So originell habe ich noch nie ein Löschfahrzeug verpackt gesehen."

Die Hohendodeleber Feuerwehrleute vermutlich erst recht nicht. Stefanie Zeus, die sich an der Verhüllungsaktion beteiligt hatte: "Wir haben zunächst im ganzen Ort nach weißen Bettlaken gefragt, um auf die entsprechende Fläche von rund 70 Quadratmeter zu kommen." Anschließend haben die Kinder der Kita, der Grundschule, des Horts und die 17 Mitglieder der Jugendfeuerwehr um Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt die Laken kunstvoll gestaltet. Dementsprechend aufregend war für die Zuschauer der Augenblick, als Ortsbürgermeister Wolf-Burkhard Bach und Wehrleiter Jörg Drebenstedt das neue Fahrzeug enthüllten. Es kostete 244 000 Euro und bringt die Wehr zumindest fahrzeugtechnisch endlich auf den neuesten Stand. Das Gerätehaus war erst 2008 eingeweiht worden. Dazu hatte das Land damals noch insgesamt 81 400 Euro an Fördermitteln beigesteuert.

Für das neue LF 20/16 gab es keine finanzielle Unterstützung vom Land. Zwei Förderanträge wurden abgewiesen. Das Löschfahrzeug musste die Gemeinde aus eigenen Mitteln kaufen. Der Betrag war bereits 2008 von den Gemeinderäten für den Haushalt 2009 freigegeben worden. Dementsprechend dankbar zeigte sich Wehrleiter Jörg Drebenstedt: "Ohne die Hilfe des Bürgermeisters und der Gemeinderäte wäre das alles nicht möglich gewesen. Der Rat hatte für die Sorgen der Feuerwehr zum Glück ein offenes Ohr."

Gemeinderat Rainer Lüning: "Dass sich der Rat für den Kauf eines neuen Fahrzeuges entschieden hat, ist eine Anerkennung für die von den Kameraden erbrachte Leistung." Auch die veraltete Technik wurde an diesem Tag ausgestellt. Noch bis vor kurzer Zeit, mussten die 30 aktiven Kameraden damit zum Einsatz ausrücken, beispielsweise mit einem LO, Baujahr 1982.

Innenstaatssekretär Erben sagte in seiner Ansprache: "Es ist sehr löblich, dass die Gemeinde sich auch ohne Fördermittel ein Fahrzeug angeschafft hat." Seitens der Einheitsgemeinde überbrachte Stadtwehrleiter Burkhard Wegner entsprechende Glückwünsche. Kreisbrandmeister Horst Nitzer fügte hinzu: "In Hohendodeleben steht jetzt eines der modernsten Fahrzeuge. Das ist wichtig, denn unsere Wehren brauchen neue Ausrüstung, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können."

   

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