Der Ortschaftsrat von Sülldorf hat zwar nur drei Mitglieder, doch die Zusammenkünfte des "Mini-Rates" finden stets ein großes Interesse bei der Bevölkerung. Angesichts des zahlreichen Publikums könnte manch größere Ortschaft in der Gemeinde Sülzetal glatt neidisch werden.

Sülldorf. Sülldorf gehört zu den kleinsten Ortschaften der Gemeinde Sülzetal, aber nicht minder werden die aktuellen Probleme der Gemeinde Sülzetal diskutiert, macht sich der Rat wie die Gäste darüber Gedanken, wohin die Entwicklung des Dorfes einmal gehen soll. Und so will sich auch der kleine Ort an der Sülze in das Gemeindeentwicklungskonzept mit einbringen.

Ortsbegehung ist am 26. Mai

Ein erster Schritt soll eine Ortsbegehung sein. Dafür wurde während der Ortschaftsratssitzung auch ein Termin gefunden. Am Mittwoch, 26. Mai, soll diese im Rahmen der Ortsbürgermeistersprechstunde stattfinden. Ab 16 Uhr geht es am Bürgerbüro los, teilte Ortsbürgermeister Holger Pesel mit. Genau wie die Tatsache, dass ab sofort die Festhalle wieder genutzt werden kann. Die Nutzung soll sich künftig auf die wärmere Jahreszeit begrenzen, da ansonsten die Unterhaltung zu teuer wäre. In diesem Zusammenhang konnte man aus den Diskussionen entnehmen, dass die Sanierung der Halle als nicht sehr gelungen gilt. Vor allem das Heizen sei ein Problem. Die eingebauten Heizstrahler haben nicht die erforderliche Leistung.

Dennoch wäre die Ortschaft Sülldorf durchaus mal wieder in der Lage, Gastgeber für eine Gemeinderatssitzung zu sein. "Die Heimatstube wurde vom Heimatverein umgestaltet, hier könnte der Gemeinderat tagen", meinte Holger Pesel am Dienstagabend.

Breiten Raum nahm während der Sitzung die Protokollkontrolle ein.

Aus dem "Weinberg" mehr machen

In diesem Zusammenhang berichtete Holger Pesel auch, dass inzwischen der "Weinberg" abgenommen ist und damit die Straßenbaumaßnahme offiziell beendet ist. Im Abnahmeprotokoll wurde festgehalten, dass Steine Materialfehler haben. Da der Ortsbürgermeister keine kritischen Stimmen seitens der Anwohner gehört hat, geht er davon aus, dass die Erneuerung der Straße als gelungen angesehen wird. Allerdings beklagten die anwesenden Sülldorfer, darunter etliche vom "Weinberg", dass das angesäte Gras wohl keine besondere Qualität hatte. Derzeit würde nur Unkraut heraussprießen. Da das Bodenordnungsverfahren für Sülldorf noch immer nicht abgeschlossen ist und damit keine Berechnungen für die Bescheide vorgenommen werden können, müssen die Bürger noch auf die wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge warten.

Man ist sich im Sülldorfer Ortschaftsrat wie in der Bevölkerung einig darin, dass man hinsichtlich der Bepflanzung und Gestaltung mehr aus dem "Weinberg" machen kann. Das könnte im Gemeindeentwicklungskonzept festgehalten werden.

Allerdings musste der Ortsbürgermeister auch berichten, dass die Wanderhütte an der Insel mal wieder Ziel von Vandalen war.

Wo sind eigentlich die Bänke, die immer an der Insel standen? – wurde während der Einwohnerfragestunden nachgehakt. Eine Bürgerin wollte wissen, inwieweit es in der Gemeinde Bestrebungen gibt, andere Möglichkeiten der Energiegewinnung zu finden, die dann in der Gemeinde auch zum Einsatz kommen und am Ende der Gemeinde wie allen Sülzetalern weniger Geld kosten. Sie nannte hier die Verbrennung von Grünschnitt oder Müll zur Energiegewinnung.

Der Bürgerin wurde berichtet, dass in der Vergangenheit genau aus den genannten Gründen die Bildung von Gemeindewerken im Gespräch war. Diese aber seit der Bildung des neuen Gemeinderates nicht wieder aufgenommen wurden. Der Bürgerin soll ein Kontakt zur damaligen Arbeitsgruppe vermittelt werden.

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