Peseckendorf. Vor wenigen Tagen fand sich nun auch die Freiwillige Feuerwehr Peseckendorf, oder besser, was davon übrig ist, unter der Leitung von Ortsbürgermeister und Wehrleiter Hilmar Tiemann zur Jahreshauptversammlung zusammen. Arbeitsreiche wie schwierige Zeiten liegen vor den wenigen Mitgliedern dieser Wehr, wohl auch deshalb hatten sich Oscherslebens Ordnungsamtsleiter Gerd Ludwig, Sachgebietsleiterin Carina Lomott, der neu gewählte Stadtwehrleiter Bernd Dedecke sowie Feuerwehrverbandschef Ulf Nohr auf den Weg nach Peseckendorf gemacht.

In seinen einleitenden Worten machte Hilmar Tiemann die gegenwärtige vor allem sehr schwierige personelle Lage der Wehr deutlich. Neben den personellen Sorgen, derzeit gibt es noch zehn eingeschriebene Kameraden, bestehen vor allem auch technische Probleme wie ein altes Feuerwehrgerätehaus und ein altes Fahrzeug. Zwar hat die einst selbständige Gemeinde mal beschlossen, ein neues Gerätehaus zu bauen, diesen Beschluss wegen fehlender Fördergelder aber nicht umgesetzt. Um es deutlich zu machen : Schlussendlich geht es um das Überleben dieser kleinen Wehr. Sicher kann sich Peseckendorf keine Männer für die Wehr " backen ". Doch die, die noch dabei sind, müssen an ihrer Ausbildung arbeiten und damit die Wehr stärken. Probleme untereinander müssen geklärt und offen angesprochen werden. Feuerwehrverband, Verwaltung, andere Wehren und Stadtwehrleiter stehen hinter der Wehr, wollen weiter helfen. Doch die Wehr ist gut beraten, Hilfsangebote von außen auch anzunehmen. Schermckes Wehrleiter Heiko Lindecke hat es versucht, ist aber gescheitert. Die Wehr kann auf einen Gruppenführer zurückgreifen, doch es gibt nicht einen Atemschutzgeräteträger. " Wir sind bestrebt, wieder etwas aus der Wehr zu machen, die Leute kommen jetzt auch wieder regelmäßiger zur Ausbildung ", so Hilmar Tiemann.

" Wir können es uns nicht leisten, auch nur eine Wehr abzumelden. Für Peseckendorf sollte angesichts des Schlosses im Ort mit über 90 Übernachtungsmöglichkeiten das Ziel sein, zumindest eine einsatzbereite Staffel für den Erstangriff zu stellen ", betont Feuerwehrverbandschef Ulf Nohr.