Hornhausen. Wer sich die Ausstellung über den Hornhäuser Reiterstein ansehen möchte, der muss künftig in das Gemeindebüro gehen. Denn in der Kirche, in der die Ausstellung seit Mai vergangenen Jahres zu sehen war, werden demnächst Handwerker den Turm sanieren. Deswegen hat der Kirchturmförderverein besagte Ausstellung jetzt abgebaut und ins Gemeindehaus gebracht.

Ob dort auch das Prunkstück der Ausstellung, also die Nachbildung des Reitersteins, zu sehen sein wird, ist noch nicht entschieden. Denn am liebsten würde der Verein ja den Stein in Hornhausen öffentlich, beispielsweise auf dem Schanzenplatz zur Schau stellen, doch befürchten die Mitglieder, dass sich dort möglicherweise Vandalen mit ihm beschäftigen.

" Wir werden uns in den nächsten Tagen entscheiden, wo wir den Stein aufstellen ", so Vereinsmitglied Ingrid Kaselow, die jetzt gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern den Abbau der Ausstellung genutzt hat, um sich noch einmal beim Oschersleber Steinmetz René Voß zu bedanken, der die Nachbildung des Reitersteins angefertigt hatte und sich dafür nur das Material bezahlen ließ. " Damit hat uns Herr Voß sehr geholfen ", so die Vereinsmitglieder, die auch nochmal die Qualität der Nachbildung loben. Denn Voß hat nicht nur die Originalmaße, sondern auch das gleiche Material, nämlich Red-Sandstein verwendet, aus dem auch das Original im 7. Jahrhundert angefertigt worden war.

Während also die Reitersteinausstellung zunächst noch in der Gemeinde zu sehen sein und dann im Depot gelagert wird, bereitet der Kirchturmförderverein die nächste Schau vor, die nach der Turmsanierung in der Kirche aufgebaut werden soll. In dieser neuen Ausstellung wird sich alles um die Hornhäuser Gesundbrunnen drehen, die im Mitte des 17. Jahrhunderts fast 25 000 Menschen aus nah und fern angelockt hatte.