Wanzleben ( skr ). Viele Wanzleber hatten bereits Mitte März die " neue " Treppe in der Schulstraße mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Einige dachten schon der Papst kommt, andere unkten und meinten, dass die Konstruktion Flugzeugpassagieren als Einstiegsrampe diene.

Nein, es ist nichts von all dem, klärte die Volksstimme auf und zitierte den Teamleiter der Sachsen-Anhaltischen Landesentwicklungsgesellschaft ( SALEG ) Günter Graviat. Bei der so genannten " Himmelstreppe " handelt es sich um eine " Großwandplakatierung ". So sei die offizielle Bezeichnung. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fehlten aber noch die " Plakate ", die über das Projekt der Internationalen Bauausstellung ( IBA ) und die Rolle der Europäischen Union bei der Finanzierung aufklären sollen.

Nun sind die Plakatfolien angebracht und die Wanzleber haben wieder Grund zum Wundern. Nicht etwa der Inhalt gibt dazu Anlass, sondern die Art der Präsentation. Denn, wer sich die Karte über die 19 an der Aktion beteiligten IBA-Städte ansehen möchte, muss einen abenteuerlichen Schritt ins Beet mit Rindenmulch wagen. Interessant, sagen sich da die Betrachter. Zumal auf der anderen Treppenseite, auf der sich die breite Fußgängerpassage befindet, genug Platz zum Aufkleben gewesen wäre. Noch " kreativer " gestaltet ist aber das " Innenleben " der Schautafelecke in der " Himmelstreppe " oder wie man die Metallkonstruktion auch immer nennen mag.

Die Schilder und Beschreibungen gewähren in der violett gestrichenen Infoecke " tiefe " Einblicke. Etwas zu tiefe sogar. Denn, wer vor allem die unteren Plakate lesen möchte, der muss sich entweder hinknien oder gleich auf den Boden setzen. Wer kein Freund dieser bodennahen Haltung ist, dem bleibt immerhin die unverbaute Aussicht vom Treppenpodest auf die schön nüchtern asphaltierte Rudolf-Breitscheid-Straße.