Dass die kleinen " Bodestrolche " aus der Kindertagesstätte in Hordorf als kleine Gärtner ihren Mann stehen können, bewiesen sie gleich von der ersten Minute an, als sie am Donnerstag ihr neues Gemüsehochbeet in Besitz nahmen. Möglich machten das Ingolf und Karin Sturzbecher, die in Oschersleben einen EDEKAAktivmarkt betreiben, gemeinsam mit der EDEKA-Stiftung.

Hordorf. Das Projekt, das EDEKA ins Leben gerufen hat, ist darauf ausgerichtet, dass die gesunde Ernährung von Kindesbeinen an eine große Rolle spielt. Und deshalb werden die Hordorfer " Bodestrolche " jetzt regelmäßig beobachten, wie die Pflanzen wachsen. Nachdem die Kinder – 39 im Alter zwischen 0 und 12 Jahren werden in der Einrichtung betreut – ihr Beet im Kindergartenhof in Besitz genommen hatten, pflanzten sie zunächst unter fachkundiger Anleitung Kohlrabi, Radieschen, Eisbergsalat, Mangold, Rote Beete und Zucchini. Und damit sie diese auch immer wiedererkennen, hatten sie im Vorfeld schon Schildchen mit den Namen der Gemüsesorten gebastelt, die nun auch in die Erde gesteckt wurden.

Das Projekt, bei den etwa 400 Beete in Kindereinrichtungen in ganz Deutschland angelegt werden, fördert so nicht nur das Bewusstsein für gesunde Lebensmittel, sondern verdeutlicht den Kindern auch auf spielerische Weise, wie viel Pflege die Pflanzen benötigen, bis sie reif und essbar sind. Hilfreich sind bei den Pflegeeinsätzen natürlich auch die Gärtnerschürzen, Schippen, Gießkannen und andere Gartenwerkzeuge, die die Kinder gleich noch dazu bekamen. " Unser Motto ist ‚ Aus Liebe zum Nachwuchs ‘, denn die Kinder sind unsere Zukunft und sie sollen gesund heranwachsen ", erklärte Ingolf Sturzbecher eine Intention der Aktion. Zwei Mitarbeiterinnen des EDEKA-Aktivmarktes Sturzbecher, nämlich Marina Braune, deren Enkel Lenny auch in der Einrichtung betreut wird, und Marita Steffen, werden bis zum Saisonende die Patenschaft über das Beet übernehmen und immer wieder schauen, ob alles in Ordnung ist. Denn schließlich haben die kleinen Hordorfer Sprösslinge noch eine Chance mit ihrem gepflegten Beet. " Am Ende der Saison wird das schönste Beet in ganz Deutschland prämiert ", sagte Karin Sturzbecher.

Und auch der Hordorfer Ortsbürgermeister Norbert Kurzel fand es bemerkenswert, dass auch in wirtschaftlich knappen Zeiten Unternehmer so an die Zukunft denken. " Wir werden alles daran setzen, auch weiterhin im Wettbewerb zu stehen ", erklärte er und sprach damit auch der Kita-Leiterin Barbara Krause aus der Seele. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen hatte sie die Kinder bereits intensiv auf das " Gemüsebeet-Projekt " vorbereitet.