Ampfurth. Zur Jahreshauptversammlung fanden sich am Freitagabend die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Ampfurth in einem ihrer Domizile, im Stierstall, zusammen. Der Verein um den Vorsitzenden Frieder Gebhardt ist nur ein kleiner Verein, hat gerademal zwölf Mitglieder. Dennoch versuchen die Männer und Frauen, ihrem Ziel gerecht zu werden, das da heißt, die Denkmale im Ort, wie die Burg, die Telegrafenstation und die Kirche, zu nutzen und bekannter zu machen, das kulturelle Leben in Ampfurth weiter zu beleben. Dieses Ziel haben die Vereinsmitglieder auch 2009 ins Visier genommen und so gut es ging mit Leben erfüllt, wie im Rechenschaftsbericht vom Vereinsvorsitzenden Frieder Gebhardt deutlich wurde.

Der kleine Ampfurther Verein hat sich auch im vergangenen Jahr um einige Hobby-Künstler der Region bemüht. Vor allem die Hobby-Maler wissen inzwischen die " Kleine Galerie " im Stierstall sehr zu schätzen. Hier haben sie die Gelegenheit, ihre Werke einmal der Öffentlichkeit vorzustellen und sich selbst auch auszutauschen. Möglicherweise wird es auch in diesem Jahr eine kleine Ausstellung geben.

Für die Organisation größerer Veranstaltungen hat sich auch im vergangenen Jahr bewährt, dass die Vereine des Ortes sich in einem Festkomitee zusammengeschlossen haben und gemeinsam die Sache angehen. Sicher gebe es bei der Zusammenarbeit noch Reserven und man müsse an einem Strang und vor allem in eine Richtung ziehen, wie die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins am Freitagabend feststellten. So wurde im vergangenen Jahr erstmals ein Mittelalterfest rund um die alte Ampfurther Burganlage gefeiert. " Hier muss sicher auch mal erwähnt werden, dass sich die Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Oschersleben, dessen Ortseil Ampfurth ist, bewährt hat. " Auch die Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat klappt gut und Ortsbürgermeister Achim Röttger hatte es sich nicht nehmen lassen, an der Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins teilzunehmen.

Im Zusammenhang mit dem Mittelalterfest war rund um den Stierstall auf dem Burggelände ein bislang nicht genutztes Areal neu gestaltet worden. " Nun müssen wir uns Gedanken machen, wie wir diese Fläche auch künftig nutzen ", so die Vereinsmitglieder. Nach wie vor haben sie das große Ziel, gemeinsam mit dem Besitzer der Burganlage den Burgturm mit der Telegrafenanlage wieder begehbar zu machen. In diesem Jahr wird es übrigens kein Mittelalterfest, sondern ein Teichfest geben. Es soll vom 20. bis 22. August stattfinden. Alle Vereine des Ortes wollen bei der Gestaltung mitwirken. Der Heimatverein hält für 2010 zudem an der Beteiligung zum Tag des offenen Denkmals fest und lädt wieder zum Weihnachtsblasen mit Märchen ein.