Wanzleben ( skr ). Die Wobau Wanzleben ist seit gestern offizieller Besitzer des einstigen Bahnhofsgebäudes. Bei dem formellen Akt zwischen Wobau und einer Vertreterin der Bahn AG gab es zuerst die Frage zu klären, wer aus aktuellen Anlass die Strafanzeige gegen Unbekannt stellt. Denn : Wobau-Geschäftsführer Rainer Lippelt hatte vergangenen Freitag festgestellt, dass im Inneren des leerstehenden Gebäudes massiv randaliert worden war. Fenster und Türen wurden ausgehebelt, Kacheln aus massiv-gemauerten Heizungsöfen herausgerissen. Die Unbekannten haben sogar im einstigen Lagerbereich Unrat abgestellt. " Hierbei handelt es sich eindeutig um Sondermüll ", stellte Lippelt gestern bei der Begehung fest. In jedem Raum liegen neben jeder Menge Unrat auch zuhauf Glasscherben auf dem Boden. " Mittlerweile sind alle Fenster und Türen im Objekt in irgendeiner Form zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen worden. In den vergangenen 14 Tagen ist hier ein unglaublicher Schaden angerichtet worden ", sagt Lippelt. Und das bedeutet, dass die Bahn, die zum Zeitpunkt der Tatzeit noch der Besitzer war, nun Anzeige bei der Bundespolizei stellen wird.

Der offizielle Baustart im Bahnhofsgebäude soll nächste Woche am 8. März in Regie von Bauminister Karl-Heinz Daehre erfolgen. Insgesamt investiert die Wobau Wanzleben 665 000 Euro in die Sanierung des Gebäudes. Für dieses Investitionsvolumen liegt der Wobau bereits eine Zusage für die Förderung in Höhe von rund 400 000 Euro vor.

Die Wobau zahlte nach Volksstimmeinformationen für das Objekt samt Grundstück einen Kaufpreis an die Bahn von 15 000 Euro. Der DRK-Kreisverband Wanzleben hat bereits den Mietvertrag unterzeichnet. In der zweiten Oktoberwoche dieses Jahres soll die untere Etage saniert an das DRK übergeben werden. Auf 380 QuadratmeternziehthierdieWanzlebener Tafel des DRK, eine Beratungsstelle sowie der Bereich der Kleidersammlung, -sortierung und -ausgabe ein. Im Bahnhof werden so die Angebote des DRK unter einem Dach im " Sozialen Zentrum " gebündelt. In der oberen Etage sollen laut Lippelt entweder zwei kleinere oder eine große Wohnung entstehen. Für welche Variante man sich entscheide, sei noch unklar.