Klein Oschersleben. In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Feuerwehr Klein Oschersleben des Öfteren als Sorgenkind der Ortswehren der Stadt Oschersleben die Runde gemacht. Auch Ortswehrleiter Manfred Ehrhardt sparte am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung nicht mit kritischen Worten. Mit derzeit 25 aktiven Kameraden, zwei Anträge für einen Austritt aus der Feurwehr wurden während der Jahreshauptversammlung beschlossen, ist die Klein Oschersleber Wehr nicht so schlecht aufgestellt. Doch wie schon in den Vorjahren musste Manfred Ehrhardt die Beteiligung an den Dienstabenden oder an der Ausbildung kritisieren. Hier hat es im Vergleich zu den Vorjahren nur eine minimale Besserung gegeben. Es gibt Kameraden, die im Verlauf eines Jahres nicht einmal an einem Dienstabend teilgenommen haben. So müsse sich niemand wundern, dass die Wehr bei Übungen erhebliche Probleme hat, den Anforderungen gerecht zu werden. Ortsbürgermeister Roland Kutsche kritisierte vor allem die Tatsache, dass sich die Kameraden nicht einmal abmelden oder gar entschuldigen. Problematisch ist zudem die Situation hinsichtlich der Atemschutzgeräteträger. Davon hat die Klein Oschersleber Feuerwehr noch ganze drei. Hier gibt es großen Nachholebedarf. Ein Kamerad hat sich inzwischen bereit erklärt, die Ausbildung in Angriff zu nehmen. Andererseits wurde die Unflexibilität bei der Reihenfolge der Lehrgänge kritisiert. Warum soll jemand, der noch keine Sprechfunkerausbildung hat, nicht doch schon mit der Ausbildung als Atemschutzgeräteträger beginnen können ? So vergehen in den Augen der Klein Oschersleber Kameraden sinnlos Monate des Wartens, ehe die entsprechenden Lehrgänge wieder angeboten werden. Doch wie Bernd Dedecke, Carina Lomott als Vertreterin der Stadt und auch Ulf Nohr vom Feuerwehrverband betonen, müssen Dienstvorschriften eingehalten werden. Zu zwei Einsätzen musste die Klein Oschersleber Wehr im vergangenen Jahr ausrücken. Die Jugendwehr hat nur noch zwei Mitglieder. Um neue Mitstreiter zu finden, wurde in jüngster Vergangenheit gleich an zwei Tagen zum Schnuppertag in das Gerätehaus eingeladen – ohne jede Resonanz. " Doch wir geben nicht auf, um 2010 noch eine neue Truppe der Jugendwehr zusammenzubekommen ", so Wehrleiter Manfred Ehrhardt in seinem Rechenschaftsbericht.