Die Stadtratskandidaten Manfred Aris, Stefan Bartels, Matthias Eckert und Ernst Isensee haben an das Ministerium für Landesentwicklung, Bau und Verkehr einen offenen Brief zum 2. Entwurf des Landesentwicklungsplans geschrieben. Darin geht es um das Thema Ortsumgehung Wanzleben und um das in der Diskussion befindliche Schleibnitzer Gewerbegebiet und der Forderung des Kreistages Börde nach einem Gutachten des Landes zur Auslastung und Vermarktbarkeit des vorgesehenen Areals " Schleibnitz - Stemmer Berg ‘.

" Im 2. Entwurf des Landesentwicklungsplanes ist Wanzleben ( Stemmer Berg ) als ein Vorrangstandort mit übergeordneter strategischer Bedeutung für neue großflächige Industrieansiedlungen festgelegt. Alle sechs Vorrangstandorte im Landesentwicklungsplan liegen an Bundesautobahnen. Wir als Wanzleber verlangen vom federführenden Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, dass dieses Ziel durch den Beschluss des Landeskabinetts bestätigt wird. Ziel ist, dass die Planungsarbeiten begonnen werden können. Diese sollen alle Flächen unserer Einheitsgemeinde in die Betrachtung einbeziehen, so dass Gewerbegebiete, die nicht genutzt werden, zu Gunsten des neuen Vorhabens aufgegeben werden. Damit erfolgt eine Renaturierung von Flächen. Die erforderlichen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen könnten nach ersten informellen Gesprächen außerhalb der Börde erfolgen. Es wird nur eine bedarfsbezogene Flächenbereitstellung für Vorhaben geben, wenn konkrete großflächige Ansiedelungen mit einem Bedarf von über 50 Hektar vorliegen. Diese Vorhaben müssen nachhaltig also langfristig sein. Wir sind mit dem blockierenden Beschluss des Kreistages vom 22. Februar nicht einverstanden, sondern erwarten, dass die Beschlüsse des Wanzleber Stadtrates noch aus dem Juni 2009 in der Abwägung des Ministeriums mit entsprechendem Gewicht berücksichtigt werden. Durch die zu erwartenden Arbeitsplätze und steuerlichen Ergebnisse wird eine Stärkung der gesamten Einheitsgemeinde möglich sein, die es letztendlich erlaubt, auch die freiwilligen Aufgaben für alle Ortschaften zu sichern. Damit wollen wir erreichen, dass unsere Kinder hierbleiben und nicht abwandern. Die Ortsdurchfahrt von Wanzleben ist durch die drei Bundesstraßen B 180, B 246 und B 246 a sehr hoch belastet. Außerdem werden diese auch als Umleitungsstrecke für die A 2 genutzt, was zu weiteren hohen Belastungen führt. Das ist ein seit langer Zeit gefordertes Wanzleber Vorhaben. Deshalb fordern wir die Aufnahme der Ortsumgehung Wanzleben in den 2. Entwurf des Landesentwicklungsplans. Ziel ist, dass zeitnah die Planungsarbeiten für diese Ortsumgehung beginnen können. Damit wird eine wesentliche infrastrukturelle Aufwertung des zentralen Ortes der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben – Börde erreicht. Wir fordern das Ministerium auf, diese beiden Vorhaben im Interesse unserer Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben – Börde im Landesentwicklungsplan zu verankern. "